WAGO-I/O-SYSTEM

Weit mehr als nur Zucker

Erfolgreiche Zuckerweiterverarbeitung heißt Kundenwünsche kennen und kurzfristig erfüllen. Das erfordert nicht nur eine breite Auswahl an Standardprodukten sondern auch kurzfristiges Bereitstellen kundenspezifischer Mischungen für Weiterverarbeiter. Mit dem WAGO-I/O-SYSTEM lassen sich die Prozesse jederzeit an neue Anforderungen anpassen.

Südzucker ist das mit Abstand größte europäische Zuckerunternehmen. Die Zuckerweiterverarbeitung im Werk Ochsenfurt ist durchgängig mit WAGO Reihenklemmen und dem WAGO-I/O-SYSTEM 750 bestückt. Allerdings ist die Anlage nicht so stark dezentralisiert, wie dies z.B. in der Fertigungsindustrie üblich ist. Wegen der hohen Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit sind die Steuerungen in klimatisierten Schalträumen konzentriert. An der Anlage ist nur ein Bedienkasten.

Die Verbindung zur Steuerung übernimmt
das WAGO-I/O-SYSTEM 750, das Südzucker erstmals 1997 auf Empfehlung der Pfenning Elektroanlagen GmbH einsetzte. Trotz nur teilweiser Dezentralisierung bringt die Feldbustechnik Vorteile. Elektromeister Dieter Düll, seit 1992 für die Weiterverarbeitung verantwortlich, erläutert: „Wir müssen flexibel reagieren. Benötigt ein Joghurthersteller kurzfristig eine neue Mischung, müssen wir in kürzester Zeit zusätzliche Ventile einbauen. Mit WAGO können wir die Sensor/Aktor-Anbindung scheibchenweise erweitern, anstatt gleich 16er-Module zu kaufen. Zudem sparen wir uns viel Verdrahtung; bis zu 200 m zwischen Steuerung und Anlage.“

An einigen Knoten ersetzen programmierbare Controller als wirtschaftliche Alternative zur SPS den Feldbuskoppler. Zukünftig werden sie vermehrt als Bindeglied zwischen Anlage und zentraler Steuerung fungieren. Im
Fall einer Störung der Zentrale oder des Busnetzes bleiben die Anlagen nicht einfach stehen sondern werden definiert heruntergefahren. Schließlich erleichtern die modularen Einheiten auch die laufende Modernisierung. Dezentral gesteuerte Anlagenteile lassen sich im laufenden Betrieb testen und zusammenfügen.

MW

Weitere Infos: WD 2/2003-9




Fotos: Südzucker