Die drei grundlegenden Schutzziele bilden das Rückgrat eines ISMS:
1. Vertraulichkeit (Confidentiality)
Ziel: Informationen dürfen nur von berechtigten Personen eingesehen oder verarbeitet werden.
Maßnahmen: Zugriffskontrollen, Verschlüsselung, Datenschutzrichtlinien, Rollen- und Rechtemanagement
Beispiel: Nur das HR-Team darf auf Gehaltsdaten zugreifen.
2. Integrität (Integrity)
Ziel: Informationen sollen korrekt und vollständig sein und dürfen nicht unbemerkt verändert werden.
Maßnahmen: Prüfsummen, digitale Signaturen, Änderungsprotokolle (Audit Trails)
Beispiel: Ein Rechnungsdokument darf nach der Freigabe nicht mehr bearbeitet werden.
3. Verfügbarkeit (Availability)
Ziel: Informationen und IT-Systeme müssen zuverlässig und bei Bedarf zugänglich sein.
Maßnahmen: Back-up-Strategien, Redundanz, Notfallpläne, Schutz vor Ausfällen oder Angriffen (z. B. DDoS)
Beispiel: Ein Onlineshop muss rund um die Uhr erreichbar sein, auch bei hoher Last.
Ergänzt werden diese Kernziele durch weitere wichtige Sicherheitsaspekte, die im Kontext eines modernen ISMS relevant sind:
- Authentizität: Sicherstellen, dass ein Kommunikationspartner oder eine Information echt ist
- Verbindlichkeit / Nachweisbarkeit: Nachvollziehbarkeit von Handlungen, z.B. wer wann welche Änderung vorgenommen hat
- Datenschutz: Besonders in Bezug auf personenbezogene Daten – Schnittstelle zur DSGVO