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Interview 8. Oktober 2018
Bachelor of Engineering, Fachrichtung Maschinenbau

Die 19-jährige Studentin Marie Quellhorst berichtet, wie sie trotz eines folgenschweren Verkehrsunfalls ihr technisches Studium bei WAGO meistert und wie es ihr heute geht.

2017 hat Marie Quellhorst am Gymnasium Petershagen ihr Abitur absolviert. Doch zwei Jahre zuvor hatte sie einen schweren Unfall, mit dessen Folgen sie auch heute noch zu kämpfen hat. Trotzdem hat sie sich im Bewerbungsverfahren für das duale Maschinenbaustudium durchgesetzt und verrät im Interview, wie sie mit der Situation umgeht und wie WAGO sie in ihrem Studium unterstützt.

Für die 19-Jährige stand schon immer fest, dass sie später einen technischen Beruf erlernen will.

Marie, Anfang 2015 hattest Du einen schweren Verkehrsunfall und warst danach sechs Monate in stationärer Behandlung. Wie geht es Dir jetzt und welche Einschränkungen hast Du durch den Unfall?

Insgesamt geht es mir schon deutlich besser. Seit knapp einem Jahr muss ich statt fünfmal nur noch dreimal wöchentlich zum Physiotherapeuten und habe sowohl durch die regelmäßige Therapie als auch durch zahlreiche Operationen deutliche Fortschritte gemacht.

So war anfangs zum Beispiel mein rechter Arm fast vollständig gelähmt. Durch zwei Operationen wurde versucht, das Nervengeflecht wieder herzustellen, sodass ich meinen Arm zumindest teilweise wieder benutzen kann. Auch an meinem Bein hatte ich diverse Sehnen- und Bandverletzungen sowie mehrere Knochenbrüche. In Folge dessen war die Beweglichkeit zum Teil eingeschränkt, konnte mein Bein nicht so stark belasten und hatte aufgrund der vielen Narben Probleme mit Flüssigkeitsansammlungen. Auch heute habe ich noch Probleme damit, aber es wird langsam immer besser. Hinzukommt, dass ich – trotz aller Einwände – seit April 2017 auch wieder Handball spiele, dadurch hat vor allem mein Bein neue Fortschritte gemacht. Mit meinem rechten Arm kann ich leider immer noch nicht werfen, also habe ich meinen linken Arm zum Wurfarm trainiert. Auch wenn es nicht immer einfach ist, mit den Einschränkungen zu spielen, macht es mir unheimlich viel Spaß und ich bin froh, dass ich mich wieder auf dem Spielfeld bewegen kann.

Was war Deine Motivation trotzdem ein technisches Studium zu machen und wie bist Du auf WAGO aufmerksam geworden?

Schon immer hatte ich großes Interesse an Technik und habe dann als Leistungskurse in der Oberstufe auch Mathe und Physik gewählt. Außerdem gefällt mir an dem Bereich sehr gut, dass man nach dem Studium ein breites Spektrum an Eisatzmöglichkeiten hat und neben typischen „Schreibtisch-Aufgaben“ auch viel in der Praxis machen kann, sodass es immer abwechslungsreich und spannend bleibt. Nur davon, dass es seit meinem Unfall nicht unbedingt einfach ist, in einem technischen Bereich zu arbeiten, wollte ich mich nicht unterkriegen lassen – schließlich entscheidet meine Einschränkungen nicht, was ich mache, sondern nur, wie ich es mache.

Da WAGO in der Region ein großes Unternehmen mit vielen Berufsmöglichkeiten im technischen Bereich ist und eine Kooperation mit meiner alten Schule hat, kannte ich das Unternehmen schon ein bisschen. Außerdem ist bei WAGO der Vorteil, dass es nah an meinem Wohnort ist, sodass ich bei meiner Familie wohnen bleiben konnte, die mich immer unterstützt. Zwar kann ich das meiste mittlerweile alleine, allerdings gibt es ein paar Dinge, die mit nur einer Hand schwierig zu bewältigen sind – seien es auch nur Dinge, wie sich einen Zopf zu machen.

2016 habe ich dann schließlich noch den „Tag der Ausbildung“ besucht und nachgefragt, ob es überhaupt möglich sei, ein praxisintegriertes Studium mit so einer Einschränkung zu machen. Die Ausbilder haben mir daraufhin sofort alle Sorgen genommen und meinten, dass wir bestimmt eine Lösung finden – sowohl bei WAGO als auch in der FH. Darüber hinaus wurde mir angeboten, dass ich in den Ferien ein Praktikum machen könnte, um die Arbeit schon ein Mal kennenzulernen. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und dabei auch direkt gemerkt, dass hier jeder für jeden da ist und man immer Unterstützung bekommt, wenn man sie braucht. Daher war nach dem Praktikum schnell klar: Praxisintegriertes Studium?: „Ja!“. Wo?:„Am liebsten bei WAGO!“

Ich habe direkt gemerkt, dass hier jeder für jeden da ist und man immer Unterstützung bekommt, wenn man sie braucht.

Seit einem Jahr bist Du nun schon bei WAGO: Wie kommst Du bisher mit den Aufgaben im Studium klar und inwiefern wirst Du von WAGO und auch den Kollegen unterstützt?

Mit meinen Aufgaben im Studium komme ich sehr gut klar. Ich wurde von Anfang an super aufgenommen und habe meinen Kollegen sofort erzählt, dass ich nur einen Arm bewegen kann. Falls ich also mal eine zweite Hand für eine Aufgabe brauche, steht sofort jemand bereit, um mir zu helfen. Und auch an der Fachhochschule hatte ich bislang noch keine Probleme. Die Kommilitonen unterstützen mich ebenfalls und die Professoren akzeptieren es, wenn ich meine Zeichnungen frei Hand anfertige.

Um meine gesundheitlichen Fortschritte zu überprüfen, muss ich alle acht Wochen zum Arzt – hierfür stellt mich WAGO frei, ebenso für alle weiteren Operationen, die noch anstehen. Über diese Unterstützung bin ich sehr dankbar und bin froh über meine Entscheidung, hier das duale Studium zu machen.

Wie ist es für Dich als Frau mit einer Einschränkung in einem technischen Beruf zu arbeiten? Und was kannst Du als Motivation für andere Frauen und auch Menschen mit Einschränkungen sagen, trotzdem in einem technischen Beruf zu arbeiten?

Ich finde, das ist schwer zu beantworten, da ich es ja nicht anders kenne. Bisher habe ich jedoch keine schlechten Erfahrungen gemacht, wurde immer ernstgenommen und bin insgesamt sehr zufrieden mit meinem Beruf.

Meiner Meinung nach sollte jeder, egal ob Mann oder Frau, mit oder ohne Einschränkungen, das machen, was er möchte. Wenn man als Frau sich dafür interessiert, in einem technischen Beruf zu arbeiten, dann sollte man sich nicht um irgendwelche Klischees kümmern, sondern das machen, woran man Spaß hat.

Das Gleiche gilt, wenn man eine Einschränkung hat. Das Wichtigste ist, sein Handicap zu akzeptieren und lernen, damit zu leben, denn so nimmt man sein Schicksal selbst in die Hand. Es gehört schließlich jetzt zu mir und macht einen irgendwie auch zu etwas Besonderem. Wenn ich zurück denke, was ich seit meinem Unfall alles erreicht habe, bin ich schon ein bisschen Stolz und habe dann den Mut, weiterzukämpfen, auch wenn es nicht immer der leichteste Weg ist.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg im Studium!

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