Referenz
Steckverbindersystem im Klinikum Herford

Das Klinikum in Herford wird grundlegend saniert, erweitert und modernisiert. Bei der Elektroinstallation der neuen geräumigen Ein- und Zwei-Bett-Zimmer hat sich das Klinikum für die vorkonfektionierte steckbare Verkabelung von WAGO entschieden. 70 % weniger Zeitaufwand und 30 % geringere Kosten waren die entscheidenden Argumente für das WAGO Steckverbindersystem WINSTA®.

Bei den Baumaßnahmen im Herforder Klinikum wird das Raumangebot verbessert und die Innenausstattung modernisiert. Für die Verkabelung der Steckdosen an den Patientenbetten hat das planende Ingenieurbüro klare Anforderungen definiert. Dazu sollte ein Konzept erstellt werden, das eine einfache Vormontage ermöglicht, die allgemeine Stromversorgung (AV) und Sicherheitsstromversorgung (SV) farblich trennt und im Rahmen der wiederkehrende Modulbauweise einen einheitlichen Verkabelungsstandard gewährleistet. Die wichtigste Anforderung ist ein zeitsparendes Verkabelungskonzept, um flexibel auf den Bauablauf des Umbaus von 700 Betten während des laufenden Betriebs zu reagieren.

Ihre Vorteile mit WINSTA®:

  • Zeit- und Platzvorteile

  • Geringe Fehleranfälligkeit bei der Verdrahtung

  • Keine zeitaufwändige Fehlersuche 

  • Standardisiert, aber trotzdem flexibel

Zeit für anspruchsvollere Aufgaben

Das Angebot von WAGO hatte überzeugt. Die Planer vom Ingenieurbüro für Krankenhaustechnik Gnuse und der mit den Elektroarbeiten beauftragte Betrieb Röhe Elektrotechnik aus Stemwede waren besonders von den Zeit- und Planungsvorteilen angetan: Vorkonfektionierte und steckbare Kabelsysteme des Systems WINSTA® sparen nach der Auswertung von WAGO bei der Installation bis zu 70 % der Zeit und die Personaleinsatzmöglichkeiten werden deutlich flexibler. Frank Röhe, Geschäftsführer der Röhe Elektrotechnik, bestätigt die Praxistauglichkeit: „Bei der Erstmontage müssen keine Kabel mehr abisoliert werden, das Verdrahten der Abzweigdosen, Klemmstellen und Zugentlastungen entfällt. Das geht jetzt alles sehr viel schneller.“ Eine Entwertung seiner Arbeit als Fachbetrieb sieht er nicht: „Unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter verbringen weniger Zeit damit, Leitungen herzurichten, sie zu verdrahten und darauf zu achten, dass die Adern richtig verbunden werden. Wir gewinnen jetzt Zeit für die anspruchsvolleren Aufgaben.“

Der Projektleiter der Firma Röhe Elektrotechnik, Marco Neugebauer, spricht auch die geringere Fehleranfälligkeit bei der Verkabelung an. Bei Projekten unter großem Zeitdruck lassen sich nach seinen Erfahrungen mit der konventionellen Verkabelung Fehler nie ganz vermeiden. Die steckbaren und vorkodierten Elemente könnten dagegen durch die vorgegebene Konstruktion nur steckrichtig verbunden werden. Auch die farblich kodierten Netze seien besser unterscheidbar. Außerdem gehöre die häufig zeitaufwendige Fehlersuche jetzt der Vergangenheit an. Der Vorteil zeige sich auch dann, wenn Fremdfirmen mit in die Verkabelung einbezogen werden müssen. „In der Endphase eines Projekts wird es für die Elektroinstallation meistens zeitlich eng. Mit der steckbaren Verkabelung ist die Endmontage einfacher, die Installation überschaubarer, die Verwechslungsgefahr kleiner und ausstehende Arbeiten schneller ersichtlich. Baustellenfremde Mitarbeiter lassen sich so z. B. schneller zur Unterstützung mit einbeziehen“, ergänzt Projektleiter Neugebauer.

Steckverbindersystem verbessert Planung

„Mit dem Einsatz der Steckverbinderfamilie WINSTA® von WAGO hat sich die Philosophie der Elektroinstallation verändert. Die Verkabelung wird reproduzierbarer und wirtschaftlicher für die Montage vorbereitet. Dadurch gewinnen wir in der oft hektischen Endmontage auf der Baustelle Zeit. Das ist eine interessante und erfreuliche Erfahrung“, berichtet Holger Vogel vom Ingenieurbüro Gnuse. Zur Vorbereitung wurde beim Klinikum Herford ein Patientenzimmer exemplarisch durchgeplant und einmalig als Musterzimmer komplett aufgebaut. So konnte überprüft werden, ob die geplanten Kabellängen mit der Praxis übereinstimmen. Planer oder Projektleiter müssen die Kabellängen einmalig in eine Excel-Liste eingeben und erhalten mit der Anzahl der Zimmer automatisch die Stücklisten. Die Kabel wurden anschließend bei WAGO industriell vormontiert, frühzeitig in der Rohbauphase angeliefert und von Röhe Elektrotechnik montiert.

Weil die Erweiterung und der Umbau des Klinikums in vier Bauabschnitten mit jeweils 9 Etagen erfolgt, in dem die Bettenzimmer baugleich sind, können alle Patientenzimmer nach dem gleichen Muster umgesetzt werden. Für das Ingenieurbüro hat die termingerechte Fertigstellung höchste Priorität. Das Steckverbindersystem spart durch die wiederkehrenden Bettenzimmeranordnungen und die technisch gleiche Umsetzung viel Zeit und sichert durch den Fehlsteckschutz die Qualität der Anschlussarbeiten. „Der hohe Wiederholungsfaktor bei der Installation, die immer gleichen Kabellängen und die immer gleiche Umsetzung in der Endmontage sind ideal für ein Steckverbindersystem. Bei einer solchen Bauweise stellt sich der zeitliche Einspareffekt schnell ein und auch eine Materialeinsparung, dadurch entfällt der Verschnitt für die Anschlussarbeiten“, so Holger Vogel.

Vom Bodentank bis zur Leuchte

Nach den Erfahrungen von Röhe Elektrotechnik bleibt trotz der Standardisierung auf der Baustelle noch ausreichend Flexibilität für Anpassungen oder spätere Erweiterungen. „Das Sortiment ist beim WINSTA®-Steckverbindersystem erfreulich vielfältig und bietet bei Bedarf gute Ausweichmöglichkeiten“, so Frank Röhe. Aufgrund der Produktvielfalt können Installationsaufgaben demnach auf ganz verschiedene Art und Weise gelöst werden. Zum Produktsortiment gehören die Stromversorgung von Steckdosen in Brüstungskanälen, Fußbodentanks in Doppelböden oder Verteilerboxen für die Jalousiesteuerung und zur Leuchteninstallation. Da die großen Leuchtenhersteller mit dem herstellerübergreifenden Linect®-System die Steckverbindertechnik unterstützen, können auch Leuchten damit angeschlossen werden. So wurde auch die Flurbeleuchtung im Klinikum mit dem Steckverbindersystem ausgeführt, farblich getrennt nach „Allgemeine Stromversorgung (AV)“, „Sicherheitsstromversorgung (SV)“ und „Steuerleitung“ zur effizienten Lichtsteuerung.

Steckverbinder im Krankenhausbau

„Als Ingenieurbüro sind wir auf Krankenhausprojekte spezialisiert und können die gute Eignung der Steckverbindertechnik in diesem Bereich bestätigen. Sie ist bei einer Bauweise mit wiederkehrenden Modulen sehr vorteilhaft. Die Bereitschaft, die Steckverbindertechnik im Krankenhausbau einzusetzen, ist bei diesem Bauvorhaben von allen Beteiligten sehr hoch. Der Projektvertrieb von WAGO war proaktiv tätig und hat für eine schnelle Umsetzung gesorgt“, fasst der Planer seine Erfahrungen zusammen. Die besonderen Anforderungen des Krankenhausbereichs gemäß DIN VDE 0100, Teil 710 werden von WINSTA® bereits standardmäßig erfüllt.

von Jörg Gruner | 23.06.2014

Bildquellen: WAGO

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