Interview
„Uns haben die vielfältigen Ideen sehr inspiriert!“

Dr. Thomas Holm, Head of Innovation & Technology bei WAGO, gehörte der vierköpfigen Jury an, die die Ideenbeiträge zum Cloud-Meister 2017 bewertet hat. Kein leichtes Unterfangen, wie er rückblickend betont.

Nach dem Abschluss seiner Maschinenbau- und Wirtschaftswissenschaften-Studien promovierte Dr. Thomas Holm im Bereich Automatisierungstechnik an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Seit 2015 ist er für die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG tätig und verantwortet dort aktuell die Automation Forschung und Vorentwicklung. Er ist Autor zahlreicher nationaler und internationaler Publikationen im Bereich wandlungsfähiger Produktionsstrukturen.

WAGO suchte im vergangenen Jahr erstmals den Cloud Meister – was ist die Hauptmotivation für den Wettbewerb gewesen?

Thomas Holm: Wir sehen uns mit unseren Produkten als Befähiger, Kunden zu ermöglichen eigene Ideen umzusetzen. Grundsätzlich war es die Intention, zu testen, wie wir mit solchen Ideen und Anwendungen umgehen, für die wir die dafür eingesetzten Produkte nicht direkt vorgesehen hatten. Von Entwicklern und Anwendern inspiriert zu werden, die unsere Produkte auch atypisch einsetzen, ist ein großer Benefit des Ideenwettbewerbs gewesen. Bei aller Kreativität musste die vorgestellte Idee aber auch zu WAGO passen.

» Von Entwicklern und Anwendern inspiriert zu werden, die unsere Produkte auch atypisch einsetzen, ist ein großer Benefit des Ideenwettbewerbs gewesen. «

Dr. Thomas Holm, Head of Innovation & Technology bei WAGO

Sind Sie mit dem Wettbewerbsverlauf, den eingesendeten Bewerbungen und dem Resultat zufrieden?

Holm: Auf jeden Fall. Der Ideenwettbewerb ist ein guter und erfolgreicher erster Versuch gewesen – wir hatten mehr Bewerbungen und auch wesentlich vielfältigere Ideen, als anfangs erwartet. Durch die Vielfältigkeit ist es allerdings auch sehr schwer gewesen, alle Einsendungen miteinander zu vergleichen. Die Beiträge haben sich nur selten auf einer vergleichbaren Skala befunden.

Ein Bewerber hat zum Beispiel sein gesamtes Haus mit WAGO automatisiert und sich die Informationen über die Hausautomatisierung dann auch mobil verfügbar gemacht, um verschiedene Parameter zu überwachen. Das hat er der Jury toll vorgeführt, uns ging dabei das Herz auf, als wir gesehen haben, mit wie viel Detailliebe er sein Projekt umgesetzt hat. Daneben gab es eine Vielzahl von anderen Anwendungsfällen, die so direkt nicht mit der über die Cloud-gesteuerten Gebäudeautomation vergleichbar waren.

Wie hat es die Jury letztendlich geschafft, ein Ranking zu listen?

Holm: Wir haben klare Kriterien aufgestellt, um auf eine gemeinsame Basis zu kommen: Wie vollständig ist der Ansatz durchdacht? Wie ist die Idee technisch umgesetzt worden? Wie ist der Innovationsgrad zu bewerten, also wie oft ist uns diese Idee schon einmal über den Weg gelaufen – um nur einige Punkte zu nennen. Unser Fokus lag natürlich auch in der Findung von Marktchancen für WAGO, es sollte ja keine Spaßveranstaltung sein.

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