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Themen 27. März 2019
5G als Schlüsseltechnologie für Industrie 4.0

Die globale Initiative 5G-ACIA will den neuen Mobilfunkstandard flächendeckend in der industriellen Produktion etablieren und so der Digitalisierung Vorschub leisten. WAGO gestaltet die Entwicklung als Mitglied aktiv mit.
Die 5G-Technologie verspricht gegenüber bisherigen Generationen des Mobilfunks einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglicht die Datenübertragung in Echtzeit. Die Geschwindigkeit soll bis zu 100-mal schneller sein. Zudem können in einer 5G-Funkzelle viel mehr Geräte bedient werden als bei den älteren Standards, und auch Unterbrechungen während der Übertragung sollen mit 5G passé sein. Alles das sind Bedingungen, die für künftige Schlüsseltechnologien unabdingbar sind – etwa für das autonome Fahren, die Telemedizin oder die Vernetzung von Produktionsanlagen.

Die Vorteile der 5G-Technologie:

  • Sie ermöglicht eine schnelle, zuverlässige und hochverfügbare Datenübertragung.
  • Aufgrund der geringen Latenz ist eine Echtzeitkommunikation möglich.
  • Sie macht massive IoT-Anwendungen möglich.
  • Sie erlaubt neue Serviceangebot und Geschäftsmodelle.
  • Sie beschleunigt die durchgängige Vernetzung und die digitale Transformation in der Produktion.

WAGO mit starker Rolle in der 5G-ACIA

„Die Chancen sind riesig. Zum Bekenntnis zu Industrie 4.0 und zur Digitalisierung kommt mit 5G nun die passende Technik“, sagt Rainer Schmutte, Head of Business Development INDUSTRY Germany bei WAGO. Das Mindener Unternehmen ist daher seit diesem Frühjahr aktives Mitglied in der „Alliance for Connected Industries and Automation“ (5G-ACIA). Die Initiative wurde im Zentralverband der deutschen Elektroindustrie (ZVEI) gegründet und hat sich die Einführung des 5G-Standards in der industriellen Produktion vorgenommen. Inzwischen sind hier zahlreiche internationale Unternehmen sowohl der Automatisierungs-, Fertigungs- und Prozessindustrie als auch der Informations- und Kommunikationstechnik vertreten. Damit ist aus der in Deutschland gegründeten Initiative ein wichtiges Forum für das Thema 5G in der Industrie 4.0 geworden.

Digitalisierung von Maschinen bietet viele neue Optionen

Für WAGO hat der neue Mobilfunkstandard große Bedeutung. „5G ist für uns äußerst wichtig, da wir neben dem schnellen, mobilen Internet die Möglichkeit haben, dieselbe Technologie in industriellen Bereichen einzusetzen“, sagt Schmutte. Die Digitalisierung von Maschinen biete Unternehmen viele neue Optionen: Sie sei die Basis für neue Serviceangebote und Geschäftsmodelle, Effizienzsteigerungen bei der Fertigung, Condition-Monitoring, Predictive Maintenance und die lückenlose Dokumentation aller Fertigungsschritte. Außerdem böten 5G und die Digitalisierung die Möglichkeit, die digitale Kundenschnittstelle zu behalten und Services nicht an andere Unternehmen zu verlieren, so Schmutte.

Neuer Anforderungskatalog für die industrielle Kommunikation

In der 5G-ACIA ist man überzeugt, dass 5G die Flexibilität, Wandelbarkeit und Produktivität der industriellen Fertigung deutlich erhöht. Aufgrund des hohen Potentials des neuen Mobilfunkstandards zeigt WAGO in der 5G-ACIA Engagement. „Wir kennen die künftigen Kommunikationsanforderungen für industrielle Anwendungen und machen uns in der 5G-ACIA für die Belange der OT-Industrie stark“, sagt Schmutte. Aktuell arbeitet die Initiative an einem Anforderungskatalog für die industrielle Kommunikation, der in die Arbeit des Standardisierungsgremiums „3rd Generation Partnership Project“ (3GPP) einfließt. Dieses plant für Dezember 2019 die nächste 5G-Spezifikation, das „Release 16“.

Zuverlässige lokale Netze für die Industrie

In Deutschland und auch in anderen Ländern wird es mit 5G sogenannte „nichtöffentliche“ Frequenzbereiche geben, die nur die Industrie nutzen kann. Dass es diese Option gibt, geht in Deutschland auf eine Regelung der Bundesnetzagentur zurück. Die für die Vergabe der 5G-Frequenzen verantwortliche Behörde hat einen Teil des Frequenzspektrums explizit für Industrieanwendungen und andere lokale Anwendungen reserviert. Das Band zwischen 3,7 und 3,8 Gigahertz soll nicht Bestandteil der bundesweiten Ausschreibung werden, sondern wird im zweiten Halbjahr 2019 direkt an sich bewerbende Institutionen vergeben.

Die Anforderungen der Industrie an die Netzqualität sind hoch: Sie muss für die Fabrik der Zukunft sehr gut und von den herkömmlichen öffentlichen Mobilfunknetzen entkoppelt sein, um sicher, autonom und leistungsfähig zu sein. Wie die lokalen Netze künftig betrieben werden, wird aktuell zwischen allen beteiligten Stakeholdern erarbeitet.

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