Interview 15. Januar 2019
Digital Transformation Manager
Nils Homburg

In Hannover studierte er Wirtschaftswissenschaften, fing jedoch bereits im Jahr 2000 an, sich intensiv mit Softwareentwicklung im Bereich Web Apps/E-Commerce zu befassen und gründete seine erste Firma.

Im Herzen ist er also ITler und beschäftigt sich auch heute noch mit Softwareentwicklung im privaten Umfeld. Nach einem kurzen Zwischenspiel im Handel wechselte er 2012 zur Jungheinrich AG und hatte dort verschiedene Positionen in der Konzern-IT inne – unter anderem als SAP Inhouse Consultant, Projektleiter, Solution Architect und schließlich als Gruppenleiter im Bereich SAP-/Cloud-Anwendungen und Mobile Apps.

Ursprünglich kommt Nils Homburg aus Stadthagen im Schaumburger Land und ist nach rund 15 Jahren über Stationen in Hannover, Schweden, Lüneburg, Hamburg und nochmal Lüneburg nun mit seiner Familie in die Heimat zurückgekehrt.

Sie kommen ursprünglich aus dem Bereich der IT – was hat Sie dazu gebracht, sich bei WAGO auf die Stelle „Digital Transformation Manager“ zu bewerben?

Als mein Entschluss feststand, Hamburg und Lüneburg zu verlassen, bin ich eher zufällig auf die Ausschreibung gestoßen, war aber sofort von der beschriebenen Rolle begeistert – und habe mich beworben. Motivierend waren und sind dabei für mich vor allem drei Punkte: Erstens eine hohe Bandbreite der Themen von der Technologiesicht über kulturelle Aspekte bis zum digitalen Geschäftsmodell, zweitens ein hoher Freiheitsgrad bei der Arbeit und drittens ein Bauchgefühl, in dieser Rolle eine Menge bewegen zu können.

Der Schritt aus der IT heraus in eine Stabsabteilung wie dem Digital Transformation Office ist mir ein Stück weit entgegengekommen, da ich in den letzten Jahren intensiv im Change-Prozess der IT-Organisation meines vorherigen Arbeitgebers engagiert war. Themen wie cross-funktionale Teams, agile Werte/Prinzipien/Methoden, LEAN-Ansätze, Prozessdigitalisierung, Projekt- und Führungskultur haben meine Arbeit stark geprägt. Kurzum: Viele Aspekte, die für die Digitale Transformation essenziell sind – habe ich bereits aktiv getrieben. Nun möchte ich diese Themen gemeinsam mit den Kollegen/innen bei WAGO voranbringen.

Was treibt Sie in Ihrem Job an?

Was mich antreibt, sind Menschen, Technologien und deren Zusammenspiel im täglichen Leben – sowohl beruflich als auch privat. Aus technologischer Sicht gibt es keinen Stillstand; Innovationen kommen mit hoher Geschwindigkeit in unseren Alltag – das macht für mich den Kern der heutigen Digitalisierung aus (Das Phänomen selbst ist ja nicht neu.): Die Geschwindigkeit, mit der sich unsere Umwelt und damit auch WAGO selbst verändert, ist enorm und nimmt eher noch zu. Aber Technologie ist kein Selbstzweck und wir können nicht auf jeder Party mittanzen. Vielmehr geht es doch darum, wie Technologien sinnvoll von Menschen eingesetzt werden können, um einen echten Mehrwert für WAGO und seine Kunden zu erzeugen – oder um uns schlicht das Leben einfacher zu machen. Das kann sich in Produkten, digitalen Services und Geschäftsmodellen wiederfinden, aber auch ganz stark in der Zusammenarbeit zwischen uns allen: Mit welchen Tools kollaborieren wir? Auf welchen strategischen Plattformen entwickeln wir Lösungen für uns und unsere Kunden? Mit welchen Methoden erschaffen wir eigene Innovationen und welche Rahmenbedingungen brauchen wir dazu? Welchen Einfluss hat die Kultur auf die Nutzung von Technologie und umgekehrt?

Genau an dieser Stelle treibt mich der Job an, die Digitalisierung mit all ihren Facetten und Auswirkungen greifbar, verständlich und für WAGO nutzbar zu machen. Und das kann nur gemeinsam mit den Experten und Führungskräften in allen Bereichen des Unternehmens funktionieren.

Im DTO treiben Sie die Digitalisierung bei WAGO voran und unterstützen eine Vielzahl an Projekten. Haben Sie gerade ein besonders interessantes/spannendes Projekt und können Sie uns schon einen Ausblick auf weitere Themen geben?

In den vergangenen Wochen habe ich eine wirklich große Zahl an Ideen, Projekten und Initiativen kennengelernt und es kommen beinahe täglich neue dazu – klasse! Insofern war eine der ersten Aufgaben, ein Portfolio an Digitalisierungsthemen zusammenzustellen und daraus abgeleitet eine Roadmap aufzubauen. Den Rahmen dazu gibt die Digitalisierungsstrategie. Insofern können wir anhand der Roadmap identifizieren, wo es blinde Flecken gibt, wo wir Abhängigkeiten zwischen Themen haben und wo es Aufsatzpunkte für neue Initiativen gibt. Da sind wir noch nicht am Ende, aber auf einem guten Weg.

Daneben stehen viele Themen in den Startlöchern wie zum Beispiel das Projekt „Digital Business“, in dem wir uns intensiv mit dem Thema Plattformökonomie beschäftigen werden: Neue Plattformen und Ecosysteme entstehen zunehmend im B2B- Umfeld und besetzen die Schnittstelle zwischen Kunden und Produktanbieter. Gleichzeitig müssen wir Produkte und Services immer stärker miteinander verzahnen – eine enorme Herausforderung. Gemeinsam mit den Partnern aus Forschung und Wissenschaft entwickeln wir daher eine Plattformstrategie für WAGO, um die Potenziale digitaler Plattformen erschließen zu können.

Weitere Ideen drängen stärker ins Bewusstsein – da denke ich an Begriffe wie „Innovation Hub“ und „Platform-enabled Organizations“...

Sie haben Fragen oder sind auf der Suche nach beruflichen Austauschmöglichkeiten? Dann kontaktieren Sie Nils Homburg über Xing oder LinkedIn.

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