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Sichere Zündquellen

Lässt sich in einem Arbeitsbereich eine explosionsfähige Atmosphäre nicht verhindern, kommt der sekundäre Explosionsschutz zum Tragen. Darunter versteht man das Verhindern von jeglichen Zündquellen im Ex-Bereich.


Diese sind allerdings nicht so einfach zu erkennen. Erst durch das Wissen, wodurch ein Funke oder Hitze entstehen kann, lassen sich Maßnahmen einleiten, mit denen sich Explosionen verhindern lassen. Die Zündquellen sind in der Basisnorm EN 1127-1 „Explosionsfähige Atmosphäre – Explosionsschutz – Teil 1 aufgeführt sowie in den „Technischen Regeln für Betriebssicherheit“ TRBS 2152, Teil 3. Dort sind auch entsprechende Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Zündquellen gelistet.

WAGO im Explosionsschutz

Grundlagen zum Explosionsschutz

Alles Wissenswerte in Sachen Ex-Schutz auf einen Blick

Zündquellen und ihre Ursachen

ZündquelleUrsache (Beispiel)
Heiße OberflächenHeizkörper, mechanische Vorgänge durch Reibung und Spanabhebung, Verlustwärme (Reibungskupplung und Bremsen)
LichtbogenMechanisch erzeugte Funken (z.B. durch Reib-, Schlag- oder Abtragvorgänge), elektrische Funken, Schaltlichtbögen
Flammen und heiße GaseFlammen und auch deren heißen Reaktionsprodukten wie heiße Gase oder glühende Feststoffpartikel können eine explosionsfähige Atmosphäre entzünden.
Mechanisch erzeugte FunkenReib-, Schlag-, Abtragvorgänge, wie z. B. beim Schleifen; Werkzeuge wie etwa Schraubenschlüssel, Zange oder Hilfsmittel wie eine Leiter; Arbeiten an rostigen Bauteilen mit Alu-Werkzeug (Thermitreaktion)
Elektrische AnlagenÖffnen und Schließen von elektrischen Stromkreisen, Ausgleichströme, elektromagnetische Felder, leitfähige Stäube
Hinweis: Schutzkleinspannung ist keine Explosionsschutzmaßnahme, da auch bei weniger als 50 V eine Zündung möglich ist!
Kathodischer KorrosionsschutzRückströme zur Stromquelle, Induktion, Körper- oder Erdschluss
Statische ElektrizitätEntladung statischer Elektrizität
Blitzschlag-
Elektromagnetische FelderFrequenzbereiche von 9 x 103 Hz bis 3 x 1011 Hz. Dazu gehören z. B. Hochfrequenzanlagen wie Funkanlagen oder Hochfrequenzgeneratoren.
Elektromagnetische StrahlungFrequenzbereiche von 3 x 1011 Hz bis 3 x 1015 Hz und Wellenlängen von 1000 μm bis 0,1 μm. Dazu gehört optische Strahlung wie Sonnenlicht, Laser, Blitzlichtquellen, Lichtbögen usw.
Ionisierende StrahlungEntzündung durch Energieabsorption, die durch z. B. kurzwellige UV-Strahler, Röntgenröhren oder radioaktive Stoffe verursacht wird
UltraschallEntzündung durch Energieabsorption, die durch z. B. kurzwellige UV-Strahler, Röntgenröhren oder radioaktive Stoffe verursacht wird.
Adiabatische Kompression und strömende GaseDurch die hohen Temperaturen, die durch Stoßwellen und bei adiabatischen Kompressionen auftreten, kann sich eine explosionsfähige Atmosphäre entzünden.
Chemische ReaktionDurch chemische Reaktionen, die eine Wärmeentwicklung verursachen (exotherme Reaktionen), erhitzen sich Stoffe und können zu einer Explosion führen.

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Was passiert bei einer Explosion, welche Faktoren sind ausschlaggebend und welche Schutzmaßnahmen gibt es? Alles Wissenswerte zu ATEX, Ex-Zonen, Zündschutzarten und Co.

WAGO-Produkte für den Explosionsschutz

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