Nicht nur im zivilen, sondern auch im militärischen Bereich drohten wegen gestörter Radarbilder Probleme bei der Genehmigung neuer Windkraftanlagen. Bis vor rund zwei Jahren hatte das Bundesverteidigungsministerium regelmäßig Pläne für den Bau neuer Windräder durchgewunken. Dann aber kamen neue Vorgaben. „Das bedeutete für Betreiber von Windparks und Investoren natürlich eine immense Unsicherheit“, erläutert Nils Romotzki, Mitgründer und Mitinhaber von S&R Elektrotechnik.
Die Firma installiert unter anderem in Windparks Fernwirktechnik für das Management des produzierten Stroms. Zum Beispiel ein System, mit dem sich ein ganzer Windpark nach Bedarf vom Netz nehmen lässt, etwa dann, wenn an der Leipziger Strombörse ein Überangebot an Windstrom besteht. Als die Bundeswehr die Vorgaben für das Aufstellen neuer Turbinen änderte, war die Firma einmal mehr gefragt. „Die Bundeswehr wollte, dass sich die Anlagen bei Bedarf abschalten lassen, damit sie das Radar nicht beeinträchtigen. Dies aber nicht sektorenweise, wie wir es schon für die optimierte Stromvermarktung realisiert hatten, sondern es muss sich jedes Windrad einzeln stoppen lassen können“, erläutert Nils Romotzkis Kompagnon Meik Schmidt.