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Interview
Ausbildungsberuf Werkzeugmechaniker

Nachdem er sein Abitur am Gymnasium Petershagen erfolgreich abgeschlossen hat, begann Patrick Neufeld 2017 seine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker.
Inzwischen ist er schon fast ein Jahr bei WAGO und berichtet davon, was für ihn die Ausbildung so besonders macht.

Das erste Ausbildungsjahr ist schon fast rum – was hast Du bisher so gelernt und entspricht die Ausbildung Deinen Erwartungen?

Es ist erst das erste Jahr und ich habe schon eine Menge mitgenommen. Ich hatte zum Beispiel den Metall-Grundkurs, in dem ich die grundlegenden Metallbearbeitungsverfahren erlernt habe. Angefangen haben wir mit Sägen, Feilen und Bohren und sind inzwischen beim Drehen, Fräsen und Schleifen angekommen. Außerdem habe ich im Laufe des Jahre die unterschiedlichen Abteilungen durchlaufen, um mir die Arbeitsmethoden vor Ort anzuschauen und so einen besseren Überblick bekommen.
Alles in allem wurden meine Erwartungen an die Ausbildung hier bei WAGO sogar übertroffen. Alles ist so wie ich es mir gewünscht habe: Ich kann viel selbständig Arbeiten, bekomme auf der anderen Seite aber auch sofort Hilfe wenn ich sie brauche. Meine Arbeitskollegen sind hervorragend und die Arbeit macht mir einfach sehr viel Spaß.

Alles ist so wie ich es mir gewünscht habe: Ich kann viel selbständig Arbeiten, bekomme auf der anderen Seite aber auch sofort Hilfe, wenn ich sie brauche.

Wie sieht die interne Unterstützung für die Azubis aus?

Die ersten Ansprechpartner für uns, sind die Ausbilder in der Ausbildungswerkstatt sowie die zuständigen Personen in den Fachabteilungen. Diese sind uns gegenüber sehr verständnisvoll und schaffen es, uns die Ausbildungsinhalte leicht verständlich zu vermitteln. Auch bei Problemen findet man immer schnell einen Ansprechpartner, der dabei unterstützt, es möglichst einfach zu lösen.
Sollte man mal Schwierigkeiten mit dem Schulstoff haben, bietet WAGO dafür einen eigenen Werksunterricht an, der auf die eigenen Schwächen eingeht und an den richtigen Stellen unterstützt.
Zudem gibt es seit dem vergangenen Jahr längere Nutzungszeiten der Ausbildungswerkstatt, um es den Jahrgängen, die in der Prüfungsvorbereitung stecken, möglich zu machen, sich ihre Arbeit selbst einzuteilen.
WAGO unterstützt uns Azubis genau an den Stellen, wo wir es brauchen und gibt uns die Freiheit, die uns bei der Weiterentwicklung hilft.

Was beinhaltet eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, besonders auch bei WAGO?

Auf der einen Seite erlernen wir den Umgang mit den Metallbearbeitungsmaschinen wie Bohr-, Spitzendreh-, Fräs- und Schleifmaschine, sowie vielen weiteren. Dafür bekommen wir am Anfang einen kleinen Grundkurs und in den einzelnen Abteilung die entsprechenden Vertiefungskurse.
Dazu kommt der Abteilungsdurchlauf, bei dem man die Spritzguss- oder Stanzwerkzeuge unserer Maschinen kennenlernt und direkt mit ihnen arbeitet.
Ergänzt wird der Ausbildungsinhalt durch verschiedene Projekte in der Ausbildungswerkstatt, bei denen selbständiges Arbeiten von uns gefragt ist.
Wir Werkzeugmechaniker haben beispielsweise die Aufgabe bekommen, jeder ein Spritzgusswerkzeug mit einem Fertigteil unserer Wahl zu entwerfen und später auch zu fertigen. Dabei haben wir zuerst die groben Maße erhalten, die unser Fertigteil haben darf. Als das Fertigteil aufgezeichnet und abgesegnet wurde, ging es an die Zeichnung des Werkzeugs. Dafür haben wir eine kleine Schulung bekommen, in der uns gesagt wurde, was alles dazu gehört und auf welche Details wir achten müssen. Kleinigkeiten und Erstentwürfe hab ich immer wieder auf der Lieferantenwebseite nachgeschaut oder bei den Ausbildern nachgefragt, um so nach und nach eine möglichst genaue Zeichnung fertigzustellen. Da wir nur an dem Projekt arbeiten während wir in der Ausbildungswerksstatt sind und aktuell die Abteilungsdurchläufe richtig gestartet sind, konnte ich das Projekt noch nicht abschließen.
Ein anderes Projekt beinhaltete die Fertigbearbeitung von Kunststoffteilen aus dem 3D-Drucker, wobei ich Passungen gebohrt habe und Stifte einsetzten durfte.

Was ist für Dich das Beste/Besondere an Deiner Ausbildung?

Mir persönlich gefällt die Arbeit mit den Maschinen am besten. Man kann in kurzer Zeit unheimlich viel lernen aber hat trotzdem niemals ausgelernt, da sich die Maschinen immer wieder weiterentwickeln. Dazu gibt es unzählige Möglichkeiten seine Fähigkeiten zu erweitern. Genau so etwas habe ich mir zu Beginn der Ausbildung gewünscht und bin froh, dass ich meine Interessen hier nachverfolgen kann.

Mit dem Abitur in der Tasche hättest Du auch studieren können – wieso hast Du Dich trotzdem für eine Ausbildung entschieden?

Ich finde, dass ich mit der Ausbildung zum Werkzeugmechaniker einen Beruf für die Zukunft erlernt habe. Außerdem wollte ich erst einmal etwas Praktisches machen. Wenn ich mich nach der Ausbildung noch weiterentwickeln oder in eine andere Richtung gehen möchte, habe ich ja immer noch die Möglichkeit eine Weiterbildung oder ein Studium zu beginnen. Falls ich einen Meister oder den Techniker machen möchte, ist die Ausbildung sowieso Voraussetzung und im Studium helfen mir die Vorkenntnisse aus der Praxis sicher auch weiter.

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