Themen 31. Januar 2020
Schneller mal etwas ausprobieren

Anlagenbetreiber werden mit MTP flexibler in der Konfiguration ihrer Produktion.

Es gibt in der Prozessindustrie die 50-Prozent-Idee. Wenn es Chemiebetriebe oder Pharmahersteller schaffen, die Zeit von der Entscheidung für ein neues Produkt über den Anlagenbau bis hin zur Inbetriebnahme zu halbieren, dann lohnt es sich, dafür mehr Geld in die Hand zu nehmen. Die schnellere Marktverfügbarkeit rechtfertigt das höhere Investment bei der Anlagentechnik – vom Labor direkt in die Produktion: Das funktioniert am besten mit Standardkomponenten, die ab Lager bestellbar und schnell zusammengebaut sind. Was bis jetzt recht einfach klingt, findet seine Grenze bis dato im Softwareengineering und der Systemintegration. Sind die Module von der Stange jedoch mit dem „Module Type Package“ ausgerüstet, greifen auch bei der Programmierung sämtliche Vorteile der Modularisierung.

Ihre Vorteile:

  • Anlagen schneller projektieren und bauen
  • Module einfach in die Prozessführungsebene einbinden
  • Kein Flaschenhals mehr bei der Programmierung der Leitebene
  • Leichte Umrüstfähigkeit bei Produktwechseln

Leichter umbauen und modernisieren

Sind verfahrenstechnische Anlagen in die Jahre gekommen, stehen Modernisierungen an. Verändern sich Produktionschargen, muss die Prozesstechnik den veränderten Mengen wirtschaftlich folgen. In beiden Fällen sind Umbauten die Folge. Die besondere Herausforderung liegt jetzt weniger im Rohrleitungs- und Stahlbau, sondern vielmehr in der Integration in die Prozesssteuerung und dies bis hin zur Visualisierung. Module mit einer MTP-Integrationsschnittstelle bieten hier die Chance, Anlagenveränderungen ohne zeitraubende Anpassungen der komplexen Prozessleittechnik vorzunehmen. Das „Module Type Package“ verhindert Umprogrammierungen im SCADA-Systemen. Dafür entfaltet das MTP eine Wirkung, die mit dem Druckertreiber aus der IT-Welt vergleichbar ist. Im MTP ist alles definiert und mit einheitlichen Schnittstellen beschrieben.

Kontinuierliche Verbesserungen und Zustandsüberwachung

Die Integration von Datenpunkten in die Prozessführungsebene kostet Geld. Jedes zusätzliche Signal wirft im Projektcontrolling die Frage nach dem wirtschaftlichen Nutzen auf. Mit dem „Module Type Package“ stellt sich diese Frage nicht mehr, da jedes Modul über sein MTP alle verfügbaren Daten und Dienste mit einer einheitlichen Schnittstelle zur Verfügung stellt. Diese Transparenz lässt Vergleiche und Trendanalysen zu, die sich für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) verwenden lassen sowie für eine zustandsorientierte Überwachung. Dafür wird es mit MTP deutlich einfacher, weitere Sensorik in die Anlagen aufzunehmen, die von ihrer Aufgabe her über den eigentlichen Prozess hinaus gehen.

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