Praxistipps
Sicherheit und Normen: Praxistipps zu unseren Produkten

Für den korrekten Umgang mit Produkten von WAGO in Bezug auf auf Sicherheit und Normen haben wir alle wertvollen Informationen für Sie zusammengefasst.

Praxistipps

  • Zu Prüfzeichen und Normen
  • Zu Temperaturmessungen
  • Zur Installation und Anwendung

Praxistipps zu Prüfzeichen und Normen

  • Immer normgerechte und sichere Produkte an der Hand
  • Normen und Prüfzeichen bei Installationsklemmen
  • Internationale Prüfzeichen und Informationen auf WAGO-Installationsklemmen

Tipp: Immer normgerechte und sichere Produkte an der Hand

Innerhalb der EU darf ein Produkt nach den gültigen Gesetzen erst dann in den Verkehr gebracht werden, wenn es den grundlegenden Anforderungen der anwendbaren EU-Richtlinien entspricht, falls solche für dieses Produkt existieren. Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, Inverkehrbringer oder EU-Bevollmächtigte gemäß EU-Verordnung 765/2008, „dass das Produkt den geltenden Anforderungen genügt, die in den Harmonisierungsrechtsvorschriften der Gemeinschaft über ihre Anbringung festgelegt sind.“

Verbindungsklemmen fallen in den Anwendungsbereich der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU

In der Referenzliste der Niederspannungsrichtlinie ist die für Verbindungsklemmen anzuwendende Norm die Reihe der EN 60998. Alle WAGO Verbindungsklemmen wurden auf Basis der Normen dieser Reihe von unabhängigen Prüfstellen geprüft und entsprechend zertifiziert. Auf der Grundlage dieser Prüfergebnisse und Zertifizierungen erklärt WAGO die Übereinstimmung mit den Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie für diese Produkte und bringt entsprechend die CE-Kennzeichnung an.
WAGO kennzeichnet darüber hinaus die Verbindungsklemmen mit dem ENEC-Zeichen. Dieses Zeichen darf nur dann verwendet werden, wenn bei der Produktion zusätzlich zur erfolgreichen externen Typprüfung des Produktes weitere Anforderungen (wie die Anwendung eines Qualitätssystems mindestens auf dem Niveau der ISO 9000, regelmäßige Prüfungen an den Endprodukten und belegte Produktionskontrollen) erfüllt und gegenüber einem externen Prüfnstitut nachgewiesen werden. Das ENEC-Zeichen bietet für die WAGO-Kunden gegenüber ähnlich gelagerten Zertifizierungen nationaler Prüfinstitute (wie z.B. das VDE-Zeichen) den Vorteil, das hierbei nicht nur die Übereinstimmung mit den in dem entsprechenden Land gültigen Normen bestätigt wird. Vielmehr deckt das ENEC-Zeichen, unabhängig von der ausstellenden Stelle, sämtliche Zertifizierungen aller nationalen Prüfinstitute, die sich dem ENEC-Abkommen angeschlossen haben, gleichzeitig ab. Aktuell sind es 25 namhafte Prüfinstitute, die ENEC-Zertifikate ausstellen können. Darunter sind auch die VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH, die SGS Fimko Ltd., die DEKRA Certification BV und die British Standards Institution.

Tipp: Normen und Prüfzeichen bei Installationsklemmen.

In der DIN VDE 0100-520 für Kabel- und Leitungsanlagen von Gebäuden ist klar definiert: Bei der Errichtung dieser Anlagen dürfen für das Verbinden von Leitern nur Klemmen verwendet werden, die den gültigen europäischen bzw. daraus abgeleiteten deutschen Produktnormen entsprechen. Für die Verbindungsklemmen ist dafür die DIN EN 60998 (VDE 0613) und für die Reihenklemmen die DIN EN 60947 (VDE 0611) benannt. Der Errichter einer Anlage muss im Ernstfall nachweisen, dass die von ihm eingesetzten Produkte diese Normen erfüllen. WAGO lässt daher alle Klemmen gemäß der genannten Normen von unabhängigen Prüfstellen approbieren, um dem Errichter maximale Produktsicherheit zu vermitteln. Die erteilten Prüfzeichen werden auf den Verpackungen und den Produkten aufgebracht. Auf Wunsch stellt WAGO auch die Zertifikate zur Verfügung.

Geprüft und für gut befunden

Für die Approbation von Klemmen zum Einsatz in Deutschland bzw. in ganz Europa existieren drei Zulassungsverfahren, aus denen verschiedene Prüfzeichen resultieren. Die Zulassungen unterscheiden sich auch darin, für welche Produktnormen sie anwendbar sind und in welchen Ländern sie Gültigkeit haben (siehe Tabelle).
Neue Approbationen für Verbindungsklemmen nach EN 60998 werden von WAGO nach dem ENEC-Verfahren durchgeführt. Dieses Verfahren entspricht dem Verfahren zur Erlangung des VDE Zeichens, ist jedoch mit einer einzigen Prüfung für ganz Europa gültig. Da im ENEC-Verfahren keine Zulassung für Reihenklemmen nach EN 60947 möglich ist, aber auch für diese Produkte eine europaweite Gültigkeit der Approbation erforderlich ist, werden neue Approbationen für Reihenklemmen nach dem CCA-Verfahren durchgeführt. Das CCA-Verfahren basiert auf einer nationalen Zulassung in einem europäischen Land und wird auch mit dem entsprechenden nationalen Prüfzeichen bescheinigt. Ein zusätzliches CCA-Zertifikat weitet die Gültigkeit der nationalen Zulassung auf Europa aus.
Mit WAGO auf der sicheren Seite
Die Verantwortung für die Auswahl zulässiger Produkte und die korrekte Installation liegen beim Installateur. Mit der Zulassung aller Klemmen des breiten Produktspektrums gemäß der gültigen Produktnormen bietet WAGO perfekte Voraussetzungen für die normgerechte Installation. Zusätzlich durchlaufen alle WAGO-Klemmen interne Tests mit noch höheren Qualitätsanforderungen. Erst wenn diese Tests bestanden sind, werden die Produkte freigegeben und bieten dem Anwender die von WAGO gewohnt hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Tipp: Internationale Prüfzeichen und Informationen auf WAGO-Installationsklemmen

WAGO-Installationsklemmen werden von Elektroinstallateuren auf der ganzen Welt verwendet. Die Voraussetzung für den internationalen Einsatz ist die Zulassung nach jeweils gültigen Normen. Aus diesem Grund verfügen WAGO Installationsklemmen und deren Verpackungen über nationale und internationale Prüfzeichen sowie weiterführende Informationen zum jeweiligen Anwendungsbereich. Diese signalisieren dem Anwender, dass er mit WAGO-Installationsklemmen normgerechtes Arbeitsmaterial zur Seite hat.

Innerhalb Europa approbiert WAGO seine Installationsklemmen nach dem ENEC-Verfahren, welches die Einhaltung der europäischen Norm EN 60998 sicherstellt und dem Verfahren zur Erlangung des VDE-Zeichens entspricht.

Durch diese eine Prüfung erhalten WAGO-Produkte eine Zulassung für ganz Europa. Diese Approbation wird durch das ENEC-Prüfzeichen signalisiert. Hinter dem Prüfzeichen befindet sich eine Nummer, welche die Identifikationsnummer der Zertifizierungsstelle darstellt. Technische Angaben zu Nennspannung, Nennstrom sowie verwendbaren Leiterarten und Querschnitten werden ferner aufgebracht. Informationen zu den Leiterarten sind in Englisch angegeben. WAGO-Installationsklemmen, die mit einem „r“ (engl. rigid) gekennzeichnet sind, können ein- und mehrdrähtige Leiter klemmen. WAGO-Installationsklemmen, welche die Kennzeichnung „s“ oder „sol.“ (engl. solid) besitzen, können eindrähtige Leiter klemmen. WAGO-Installationsklemmen, die mit „str.“ (engl. stranded) gekennzeichnet sind, können mehrdrähtige Leiter klemmen. WAGOInstallationsklemmen, welche die Kennzeichnung „f“ (engl. flexible) besitzen, können feindrähtige Leiter klemmen.

Falls WAGO-Installationsklemmen vor der Einführung der ENEC-Prüfung approbiert wurden, besitzen diese nationale Prüfzeichen wie z. B. das VDE-Prüfzeichen, das KEMA KEUR-Prüfzeichen (Niederlande) oder das DEMKO-Prüfzeichen (Dänemark). Diesen Prüfzeichen folgen ebenfalls technische Angaben. Hierbei wird meist nur ein Leiterquerschnitt angegeben und kein Querschnittsbereich. WAGOInstallationsklemmen können über diesen einen Leiterquerschnitt hinaus mindestens zwei nächstkleinere Leiterquerschnitte gemäß EN 60998 klemmen.

Neben der europäischen Zulassung besitzen WAGO-Installationsklemmen auch Zulassungen für den nordamerikanischen Markt. Hierbei handelt es sich speziell um Zulassungen der „Underwriters Laboratories“ (UL) für die USA sowie der „Canadian Standards Association“ (CSA) für Kanada. Diese beiden Prüfstellen haben in der Vergangenheit ein gemeinsames Prüfzeichen eingeführt, das sogenannte cULus-Prüfzeichen. Den Anforderungen der Normen entsprechend sind hinter den Prüfzeichen Informationen zum Einsatzgebiet angegeben.

Im Gegensatz zu Europa wird in Nordamerika nicht das metrische System zur Angabe des Leiterquerschnitts (Angabe in mm2) verwendet, sondern das „American Wire Gauge“-System (AWG).

WAGO-Installationsklemmen werden auch von japanischen Elektroinstallateuren eingesetzt. Zu diesem Zweck erfüllen die Klemmen die Anforderungen der „Product Safety Electrical Appliance and Material Safety Law“ (PSE-Norm). Diese wird von den „Japan Electrical Testing Laboratories“ (JET) herausgegeben. Auch hier werden Informationen zum normgerechten Einsatz sowie zum verwendbaren Leitungsdurchmesser dargestellt. In Japan wird dieser anstelle des Leiterquerschnitts genutzt. Aufgrund der baugrößenoptimierten WAGO-Installationsklemmen können die Prüfzeichen und die dazugehörigen Informationen nicht immer hintereinander dargestellt werden.

Praxistipps zu Temperaturbereichen

  • Zulässige Temperaturbereiche für WAGO-Installationsklemmen
  • Fachgerechte Bewertung der Erwärmung von Installationsklemmen

Tipp: Zulässige Temperaturbereiche für WAGO-Installationsklemmen

So vielfältig die Anwendungen in der Elektroinstallation sind, so unterschiedlich sind die Einsatzbedingungen vor Ort. Die Temperatur ist eine besonders wichtige Einsatzbedingung, denn hierdurch werden spezielle Anforderungen an die Erwärmung des Installationsmaterials gestellt.

Die europäische Norm für Verbindungsklemmen EN 60998 definiert für den Einsatz von Installationsklemmen drei unterschiedliche Angaben von Temperaturen:
  • max. Umgebungstemperatur
  • max. Erwärmung
  • max. Dauergebrauchstemperatur
Der Elektroinstallateur muss nun entscheiden, ob die jeweilige Installationsklemme für die spezifische Applikation geeignet ist oder nicht. Hierfür steht ihm meist ausschließlich die maximale Umgebungstemperatur als Anhaltspunkt zur Verfügung. Für approbierte Installationsklemmen gemäß EN 60998, ohne weitere Angabe, gilt gemäß Norm eine maximale Dauergebrauchstemperatur von 85 °C. Davon ausgehend, dass die maximale Erwärmung bei der jeweiligen Klemme ausgenutzt ist, ergibt sich durch den Abzug der normativ maximal zulässigen Erwärmung von 45 K (entspricht 45 °C) eine noch zulässige maximale Umgebungstemperatur von 40 °C.

Hersteller können auch davon abweichende Temperaturen angeben.

Dies sind dann in der Regel ebenfalls Dauergebrauchstemperaturen. Zieht man auch davon die maximale Erwärmung von 45 K ab, erhält man die maximal zulässige Umgebungstemperatur.
WAGO nutzt genau diese Möglichkeit. Falls nicht anders angegeben, gilt für WAGO-Installationsklemmen eine maximale Dauergebrauchstemperatur von 105 °C. Nach Abzug der maximalen Erwärmung von 45 K ergibt sich eine noch zulässige maximale Umgebungstemperatur von 60 °C. Somit sind WAGO-Installationsklemmen in der Regel für höhere Temperaturen zugelassen und übertreffen die normativen Forderungen.
Approbation für höhere Umgebungstemperaturen möglich
Die DIN EN 60998 bietet ferner die Möglichkeit, Klemmen für höhere Umgebungstemperaturen zu approbieren. Dies geschieht dadurch, dass die Hersteller durch konstruktive Maßnahmen an der Klemme, wie z.B. höheren oder hochwertigeren Materialeinsatz, dafür sorgen, dass die Klemmenerwärmung gering gehalten wird. Klemmen, die für eine höhere Dauergebrauchstemperatur als 85° C normativ zugelassen sind, werden im Zertifikat gemäß EN 60998 mit einer TKennzeichnung versehen, z.B. T55. Diese T-Kennzeichnung besteht aus dem vorangestelltem T gefolgt von einer Zahl, welche die maximale Umgebungstemperatur für diese Klemme angibt.
Maximale Umgebungstemperatur:
  • Höchste Temperatur in °C der Umgebungsluft, in welcher die Klemme eingesetzt werden kann. Die maximale Umgebungstemperatur entspricht auch dem normativen T-Mark (z.B. T85).
Maximale Erwärmung:
  • Höchste zulässige Temperaturerhöhung in Kelvin bei ungünstigster elektrischer Last.
  • Sie entsteht durch den Stromfluss in der Klemme. Die maximale Erwärmung bei Verbindungsklemmen, die gemäß EN 60998 approbiert werden ist normativ, auf 45 K (entspricht Temperaturanstieg von 45 °C) beschränkt. Die Klemmenhersteller nutzen diese maximal zulässige Erwärmung bei der Auslegung ihrer Klemmen in der Regel aus, um den Materialeinsatz bei den leitenden Klemmenbauteilen im wirtschaftlichen Rahmen zu halten.
Maximale Dauergebrauchstemperatur:
  • Die maximale Temperatur in °C, welche die Klemme im Dauergebrauch erreichen darf.
  • Sie ist die Summe der maximal zulässigen Umgebungstemperatur und der maximal zulässigen Erwärmung.
Bei Klemmen, die so gekennzeichnet sind, entfällt das Errechnen der zulässigen Umgebungstemperatur. Sie ist hier direkt als Zahlenwert angegeben. Durch ihre deutlich geringere Erwärmung als normativ zugelassen, weist z.B. die neue COMPACT-Verbindungsklemme für alle Leiterarten der Serie 221 die Kennzeichnung T85 auf. Damit kann sie bei Umgebungstemperaturen von bis zu 85 °C eingesetzt werden.
Einige WAGO-Installationsklemmen sind für spezielle Anwendungen entwickelt. Daher besitzen sie oft spezifische maximale Temperaturbereiche, die meist deutlich oberhalb der normativen Anforderungen liegen. Die Temperaturen der WAGO-Installationsklemmen sind in der Tabelle zusammengefasst.

Tipp: Fachgerechte Bewertung der Erwärmung von Installationsklemmen

Anforderungen gemäß neuer Norm IEC 61439
Seit November 2014 müssen alle Niederspannungsschaltgerätekombinationen im europäischen Wirtschaftsraum die Anforderungen der neuen Norm IEC 61439 erfüllen. Mit dem Ziel, Personen und Anlagen in der Elektroinstallation zu schützen, gibt die Norm sicherheitstechnische Anforderungen für Schaltanlagen, wie elektrische Energieverteilungen in Gebäuden und industriellen Anwendungen, vor. Für Planer, Anlagenbauer, Elektroinstallateure und Endkunden ergeben sich damit neue Anforderungen und Verantwortlichkeiten.
Verantwortung für den Bauartnachweis
Die neue Norm unterscheidet zwischen ursprünglichem Hersteller und Hersteller. Ursprünglicher Hersteller ist laut Norm derjenige, der die Schaltanlage ursprünglich konstruiert. Er muss laut IEC 61438 den Bauartnachweiß erbringen. Im Rahmen des Bauartnachweises sind diverse Einzelnachweise umzusetzen, einer davon ist der Nachweis der Erwärmungsgrenzen.
Um die Erwärmungsgrenzen erfolgreich nachzuweisen, muss der ursprüngliche Hersteller belegen, dass die Verlustleistung der stromführenden Betriebsmittel sicher abgeführt wird, sodass im Schaltschrank keine zu hohe Innentemperatur entsteht.
Für Schaltanlagen bis 1600 A kann der Nachweis laut DIN EN 61439 dadurch erbracht werden, dass Verlustleistungen der verwendeten Betriebsmittel berechnet werden. Bei Schaltanlagen über 1600A muss die Wärmeentwicklung gemessen werden.

Max. 1 Watt Verlustleistung

Berechnung der Verlustleistung von Reihen- und Verbindungsklemmen:

Für Reihenklemmen ist die Verlustleistung durch die Produktnorm begrenzt. Gemäß EN 60947 beträgt der maximal zulässige Spannungsfall 3,2 mV je Klemmendurchgang bei 1/10 Nennstrom. Zur Berechnung der Verlustleistung kann somit ein maximaler Spannungsfall von 32 mV bei vollen Nennstrom je belastetem Strompfad genutzt werden. Dieser Grenzwert wird von WAGO-Installationsetagenklemmen zum Teil deutlich unterschritten: Bei der Installationsetagenklemme 2003-7642 liegt der Spannungsfall je Klemmendurchgang beispielsweise zwischen 20,8 mV – 25,6 mV bei vollem Nennstrom.
Zur Berechnung der Erwärmungsgrenzen kann somit für WAGO-Installationsetagenklemmen der Serie 2003 eine maximale Verlustleistung von 1 W je Klemmendurchgang angenommen werden. Dies resultiert daraus, dass die Klemmen für 4mm2-Leitungen geeignet sind, welche einen Nennstrom von 32 A besitzen.

Praxistipps zu Installation und Anwendung

  • Sicher installieren dank leistungsfähiger Verbindungsklemmen!
  • Isolationswiderstandsmessung in fest verlegten Gebäudestromkreisen

Tipp: Sicher installieren dank leistungsfähiger Verbindungsklemmen!

Generell müssen elektrische Leitungen so ausgewählt sein, dass sie sich während des Betriebs nicht über die festgelegte Betriebstemperatur hinaus erwärmen. Die Erwärmung einer Leitung resultiert primär aus dem Strom, mit dem sie belastet wird.
Die Strombelastbarkeit einer Leitung definiert entsprechend die höchst zulässigen Ströme, mit denen die Leitung belastet werden darf – allerdings unter Berücksichtigung bestimmter Bedingungen. Wer eine sichere Elektroinstallation gewährleisten will, muss Installationsmaterial nutzen, das den Einsatzbedingungen vor Ort standhält.

Die DIN VDE 0298-4 empfiehlt für die Strombelastbarkeit von Leitungen darum Werte, die in Abhängigkeit von Parametern wie der Umgebungstemperatur, dem Querschnitt oder der Verlegeart vorgegeben werden. National wie international von besonders hoher praktischer Bedeutung sind dabei die Verlegearten A1, A2, B1 und B2. Sie beschreiben die Auf- und Unterputzverlegung sowie die Unterflurverlegung, jeweils in Elektroinstallationsrohren bzw. Elektroinstallationskanälen. Zusammen mit der Betriebstemperatur und dem Leiterquerschnitt ergeben sich aus der Verlegeart die maximalen Belastungsströme.

EN 60998 als Grundlage für normative Prüfung von Verbindungsklemmen
Aufgrund ihrer besonderen praktischen Bedeutung sind diese maximalen Belastungsströme auch in die Produktnorm für Verbindungsklemmen, die EN 60998, eingeflossen. Diese sind somit die Grundlage für die normative Prüfung von Verbindungsklemmen. Hersteller von Installationsmaterial haben die Möglichkeit ihre Produkte in den Anforderungen zu beschränken. So könnte beispielsweise eine Klemme, bei der ein 4mm2-Leiter anschließbar ist, lediglich für einen Strom von 24_A, anstelle der für eine optimale Ausnutzung der Leitung erforderlichen 32_A, approbiert sein. Unter solchen Umständen wird das Installationsmaterial zur „Strombremse“. Die Schutzorgane müssen entsprechend der geringeren Leistungsfähigkeit des Installationsmaterials angepasst werden. WAGO-Installationsklemmen verfügen stets über die volle Strombelastbarkeit des maximal anschließbaren Leiters. Sie werden dadurch nie zu Strombremsen in der Elektroinstallation. So wird Anwendern erspart, Schutzorgane kleiner auszulegen, um das Verbindungsmaterial zu schützen.

Tipp: Isolationswiderstandsmessung in fest verlegten Gebäudestromkreisen

In baulichen Anlagen für Menschenansammlungen – z. B. in Versammlungsstätten, Warenhäusern, Krankenhäusern, Schulen, Bahnhöfen und Hotels gemäß VDE 0100-718 sowie bei feuergefährdeten Betriebsstätten gemäß VDE 0100- 482 – ist die turnusmäßige Durchführung der Isolationswiderstandsmessung Pflicht. Ebenso ist sie fester Bestandteil des E-CHECKS, der zunehmend auf freiwilliger Basis durchgeführt wird, beispielsweise von Vermietern vor Übergabe von Mieträumen, um bei diesen Objekten den ordnungsgemäßen Zustand der Elektroanlage zu dokumentieren.
Für die normgerechte Messung werden zwei Fälle unterschieden: Die Erstmessung hat gemäß DIN VDE 0100-600, 2008-06 zu erfolgen. Der Isolationswiderstand muss zwischen den beiden aktiven Leitern und dem mit der Erde verbundenen Schutzleiter gemessen werden. Dabei dürfen die Phase L und der Neutralleiter N miteinander elektrisch verbunden werden. Bei Wiederholungsmessungen hingegen muss die Norm DIN VDE0105-100/A1, 2008-06 eingehalten werden.

TOPJOB®S-Installationsetagenklemme mit interner Trennung, Serie 2003, für Anwendungen in kleinen Stromkreisgruppen.

Dabei sind zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass durch die wiederkehrende Prüfung keine Gefahr für Personen oder Nutztiere entsteht. Eigentum sowie Betriebsmittel dürfen nicht beschädigt werden, auch nicht bei Fehlern im Stromkreis. Um Beschädigungen der Betriebsmittel durch die höhere Prüfspannung von z. B. 500 V zu vermeiden, empfiehlt auch diese Norm das Verbinden der beiden aktiven Leiter L und N bei der Messung.

Der N/L-Prüfadapter: für mehr Sicherheit und weniger Aufwand
Die Isolationswiderstandsmessung mit den verbundenen aktiven Leitern L und N weist zwei wesentliche Vorteile auf: Zum einen profitieren Elektroinstallateure von einer höheren Wirtschaftlichkeit durch die Halbierung des Prüfaufwands, denn bei einer intakten Anlage ist anstatt von zwei Einzelmessungen nur noch eine Messung erforderlich. Zum anderen stellt sie einen Schutz der im Stromkreis angeschlossenen Geräte vor Zerstörung durch die hohe Prüfspannung bei Fehlern in der Anlage sicher.
Aufgrund der normativen Forderung, dass in jedem einzeln abgehenden Stromkreis, bei Leiterquerschnitten unter 10 mm2, eine einfache Messung des Isolationswiderstandes aller Leiter gegen Erde ohne Abklemmen des Neutralleiters möglich sein muss, werden in diesen Anlagen Installationsetagenklemmen mit N-Trennung eingesetzt.
Die TOPJOB®S-Installationsetagenklemmen mit interner Trennung der Serie 2003 verfügen über eine interne Trennmöglichkeit auf der oberen Klemmenebene, wie z. B. die Trennung des N-Potentials. Der passend dazu entwickelte N/L-Prüfadapter (2003-499) verbindet die beiden oberen Klemmenebenen im getrennten Zustand und ermöglicht so die einfache und sichere Isolationswiderstandsmessung.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Hohe Nennströme ermöglichen einen vielfältigen Einsatz und sicheren Betrieb
  • Innovativer N/L-Prüfadapter gewährleistet ein wirtschaftliches Zusammenfassen der aktiven Leiter und einen zusätzlichen Schutz angeschlossener Geräte
  • Basisklemme ermöglicht den Einsatz mit neuem Doppelsicherungshalter als Sicherungsklemme im Normausschnitt des Verteilers
  • Kompakte Baugröße lässt viel Platz zum Verdrahten
  • Installationsetagenklemmen mit interner Trennung lassen sich im Verband innerhalb der Sammelschiene (10 x 3 mm) setzen

Darf man Reserveleiter aufrollen?

„Einfach aufrollen“, heißt oder vielmehr hieß es oftmals für nicht verwendete Adern in Schaltanlagen. Doch dieses „Rollenspiel“ mit einem Reserveleiter ist normativ gesehen nicht erlaubt. Für den Berührungsschutz sollte der Reserveleiter bestenfalls an eine Ersatzklemme geklemmt sein. Eine Klemme dafür zu nutzen, hat gleich mehrere Vorteile: Sie verhindert eine Berührung mit aktiven Teilen und dadurch wiederum eine gefährliche Spannungsverschleppung. Und wenn der benötigte Platz für die Ersatzklemme gleich bei der Projektierung der Schaltanlage miteingeplant ist, sind auch keine zusätzlichen Änderungen notwendig, wenn die Anlage erweitert werden soll. Bestenfalls hat man dafür dann auch gleich die passende Klemme zur Hand. Generell lässt sich eine Aussage zur Sinnhaftigkeit und Handhabung von Reserveleitern nur in der DIN EN 60204-1:2006 (VDE 0113, Teil 1) finden. Im Abschnitt 13.4.7 »Zusätzliche Leiter« heißt es: „Es sollte in Erwägung gezogen werden, für Instandhaltung oder Reparatur zusätzliche Leiter vorzusehen. Wenn Reserveleiter vorgesehen sind, müssen sie an Ersatzklemmen angeschlossen oder so isoliert sein, dass eine Berührung mit aktiven Teilen verhindert wird.“

Klemmen im Kabelkanal?

Dürfen elektrische Leitungen in Kabelkanälen mit Verbindungsklemmen verbunden werden? Unter gewissen Umständen schon, denn im übertragenen Sinne kann ein Kabelkanal als Dose oder Kasten durchgehen.

Warum das wichtig ist? Die Norm DIN VDE 0100-520:2003-06, Abschnitt 526.5, fordert, dass Leiterverbindungen in Dosen oder Kästen hergestellt werden müssen – bei Kabeln auch in Muffen. Ebenso dürfen innerhalb elektrischer Verbrauchsmittel Verbindungen vorgenommen werden, aber nur, wenn vom Hersteller dafür Räume mit fest eingebauten Klemmen vorgesehen sind.

Klemmen in Kabelkanälen sind also auch normativ machbar, allerdings erst, wenn der Deckel nur mit einem Werkzeug entfernt werden kann (z. B. verschraubter Deckel). Außerdem muss der Elektroinstallateur gewährleisten, das alle Verbindungsstellen von mechanischen Beanspruchungen und Zug entlastet sind.

N-Trennklemmen: Wo sind sie Pflicht?

Neutralleiter-Trennklemmen: Wo sind sie Pflicht und warum können sie auch außerhalb der Norm sinnvoll sein.

Anders als häufig behauptet, ist eine Neutralleitertrennung bei Elektroinstallationen nicht immer verpflichtend, wie beispielsweise beim privaten Hausbau. Dennoch kann sie auch dort, wo sie nicht unmittelbar gefordert ist, sinnvoll sein. Warum und wo sie tatsächlich normativ gefordert ist? Wir werfen einen Blick in die jeweiligen Normen.

Wo ist eine N-Trennung gefordert?

Die N-Trennvorrichtung gemäß DIN VDE0100-718 ist in öffentlichen Einrichtungen, Arbeitsstätten beziehungsweise Gebäuden mit Menschenansammlungen, wie zum Beispiel in Restaurants, Einkaufszentren, Bahnhöfen, Flughäfen, Parkhäusern, Hochhäusern, Kinos oder Stadien Pflicht. Denn dort gilt es, wiederkehrend den Isolationswiderstand zu messen. Bei Querschnitten unter 10 mm2 muss dies ohne Abklemmen von Leitern erfolgen. Für den N-Leiter ist daher eine N-Trennvorrichtung obligatorisch, die in der VdS-Richtlinie 2033 auch für feuergefährdete Betriebsstätten gefordert ist.

Warum ist eine N-Trennung sinnvoll?

Mit Neutralleiter-Trennklemmen kann eine Isolationsmessung ohne Abklemmen der Neutralleiter gemäß DIN VDE 0100-482 durchgeführt werden. Doch es gibt auch einen praktischen Nutzen: N-Trennklemmen beschleunigen enorm die Fehlersuche in einer elektrischen Anlage – dank der Schiebetrennfunktion. Einfach alle Sicherungen abschalten, alle N-Trennschieber von der N-Sammelschiene ziehen und dann bei eingeschaltetem FI-Schutzschalter jeden einzelnen Stromkreis wieder hinzuschalten. Schließlich hat man weder privat noch in der Wirtschaft die Zeit und das Geld für stundenlange Fehlersuche.

Elektroinstallation: Wie umgehen mit Elektroarbeiten ambitionierter Heimwerker?

Das bisschen Elektrik mach‘ ich selbst. Mit dieser Einstellung treffen Elektroprofis besonders bei Service-Arbeiten wie Reparaturen in privaten Wohnhäusern häufig auf die Arbeit von Laien. Dabei steht fest: Elektroinstallation ist eine Profi-, und keine Amateurliga. Doch wie können Elektroprofis auf die Marke Eigenbau reagieren? Volker Kuhlmann, technischer Kundenberater ELECTRICAL INTERCONNECTIONS bei WAGO, nennt die gesetzliche Grundlage und gibt Tipps.

Das Material ist kein Problem

„Wenn Laien im privaten Bereich elektrische Hausinstallationen vornehmen, besteht nicht nur die Gefahr, dass sie viel verkehrt machen, sondern auch, dass sie damit das eigene Leben und das anderer riskieren“, warnt Volker Kuhlmann. Doch wie kommen ungelernten Elektriker eigentlich an das passende Material? „Neben dem Vertrieb über den Elektrogroßhandel an Elektrofachkräfte sind WAGO Produkte auch über andere Vertriebswege für jedermann erhältlich“ – im Baumarkt oder Internet.

Die gesetzliche Grundlage

Deshalb weist WAGO darauf hin, dass das Arbeiten an der Elektrik durch Laien grundsätzlich verboten sei. „Das Verbot erstreckt sich über die gesamte Hauselektrik und beinhaltet auch das Auswechseln von Betriebsmitteln wie zum Beispiel Steckdosen und Schalter. Da spielt es keine Rolle, dass man das entsprechende Material über den freien Handel erworben hat“, stellt Kuhlmann klar. In diesem Zusammenhang beruft er sich auf den §13 der Niederspannungsanschlussverordnung – kurz NAV.

NAV – Paragraph 13

NAV ist die Abkürzung für die Niederspannungsanschlussverordnung. Es ist eine bundesweite Verordnung über allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung.

Der Paragraph 13 behandelt „Elektrische Anlage“. §13, Abschnitt 2 besagt: „[...] Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden; im Interesse des Anschlussnehmers darf der Netzbetreiber eine Eintragung in das Installateurverzeichnis nur von dem Nachweis einer ausreichenden fachlichen Qualifikation für die Durchführung der jeweiligen Arbeiten abhängig machen. [...]

Quelle: Bundesamt für Justiz

Hinweis an die Verantwortlichen

Die gesetzliche Grundlage ist das eine, doch die Realität eine andere. „Es ist empfehlenswert, den Betreiber der Anlage, zum Beispiel den Vermieter, darauf aufmerksam zu machen und die elektrische Anlage stillzulegen, um etwaigen Schadenersatzforderungen sowie Personen- und Sachschäden entgegenzuwirken“, rät Volker Kuhl¬mann. Wird die Anlage nicht stillgelegt, sollte zumindest schriftlich dokumentiert sein, dass man darauf hingewiesen hat. Um das von vornherein zu vermeiden, zeigt auch folgender Hinweis oftmals Wirkung: „Wenn ein Schaden nachweislich durch eine fehlerhafte Elektroinstallation des Laien entsteht, ist eine Übernahme durch dessen Versicherung nicht gewährleistet.“

Was dürfen Elektrolaien selbst machen?

Aus dem Blickwinkel ambitionierter Heimwerker stellt sich die Frage, welche Arbeiten Laien dann selbst durchführen dürfen und wann sie den Profi hinzuziehen sollten. Konkrete Antworten und Arbeiten für Elektro-Laien wie Leuchtmittel wechseln oder Abzweigdosen setzen, führt eine Versicherungsgesellschaft in diesem Blog-Artikel auf.

Wer haftet bei Verstoß?

Wird gegen die Verordnung verstoßen, droht einem nichts, nicht einmal ein Bußgeld – solange nichts passiert. „Wenn es aber durch falsche Installation zu einer Überlastung mit Kabel- und Wohnungsbrand kommt oder eine Person einen Stromschlag erleidet, dann ist der Laie dafür haftbar“, sagt Volker Kuhlmann.

Grün-Gelbe Durchgangsklemme?

Die Suche nach einer grün-gelben Durchgangsklemme ist vergeblich. Denn es gibt sie nicht. Diese Tatsache beruht auf der Produktnorm IEC 60947-7-1, die für Durchgangsklemmen gilt. Im Jahr 2009 ist darin im Abschnitt 7.1.4 folgender Wortlaut ergänzt worden: „Die Farbkombination Grün-Gelb ist für die Kennzeichnung von Reihenklemmen nicht zulässig.“

Was also machen, wenn eine isolierte Schutzleiterverbindung erforderlich ist und als solche erkennbar sein soll? Im Grunde können dafür alle farblichen Durchgangsklemmen mit Ausnahme der Farben Blau und eben Grün-Gelb verwendet werden. Die isolierten Schutzleiter-Klemmstellen können mit dem Symbol „Schutzerde“ gemäß der IEC 60417-5019 (BD:2002-10) mit den Buchstaben PE oder einem grün-gelben Schild gekennzeichnet werden.

Wen das jetzt schockt, verwirrt oder ungläubig stimmt, dem sei jedoch gesagt, dass diese unzulässige Farbvariante nicht auf Schutzleiter-Reihenklemmen zutrifft. Denn diese gibt‘s auch in Grün-Gelb. Denn sie werden gemäß IEC 60947-7-2 zugelassen.

Klassische Nullung: Anpassen oder Bestandsschutz?

Bei der Erweiterung bestehender elektrischer Anlagen in Wohngebäuden stellt sich Elektrofachkräften oftmals die Frage, ob eine Anpassung vorgenommen werden muss oder eine Art Bestandsschutz für die elektrische Anlage vorliegt, zum Beispiel wenn eine klassische Nullung vorliegt.

Die Situation: Ein Elektroinstallateur soll eine elektrische Anlage erweitern, aber im Haus Baujahr 1963 stößt er auf die „klassische Nullung“. Er fragt sich: „Fordert die eigentlich geplante Erweiterung jetzt auch eine Anpassung der bestehenden Anlage an die allgemeinen, anerkannten Regeln der Technik oder besteht ein Bestandsschutz?“

Was ist die klassische Nullung?

Eine klassische Nullung bedeutet, dass der Schutzkontakt von Steckdosen mit dem geerdeten Rückleiter („N“) verbunden ist. Das ist seit 1973 nicht mehr zulässig; dennoch kommt es vor, besonders in Gebäuden, die vor 1970 gebaut worden sind. Ein Schutz durch Fehlerstromeinrichtungen (z. B. FI- bzw.FI/LS-Schalter) ist in solchen elektrischen Anlagen nicht realisierbar.

Bestandsschutz normativ nicht definiert

Eigentlich gilt es, entsprechende Stromkreise so auszuführen, dass der Schutz- und Neutralleiter getrennt voneinander geführt werden, um Fehlerstromeinrichtungen einsetzen zu können. Volker Kuhlmann, technischer Kundenberater ELECTRICAL INTERCONNECTIONS bei WAGO, schickt vorweg: „Der baurechtliche Begriff Bestandsschutz ist in den DIN- bzw. VDE-Normen nicht definiert. Daher ist er auf bestehende elektrische Anlagen auch nur bedingt übertragbar.“

Anlagenalter ist entscheiden

Um etwaigen Bestandsschutz zu klären, bezieht sich Kuhlmann auf ausführliche Informationen der Initiative Elektro+ zum Thema. Relevant sei vor allem das Errichtungsdatum. Stichwort: Lebensdauer der elektrischen Anlage oder des elektrischen Betriebsmittels. „Für elektrische Anlagen, die eine Betriebszeit von 40 Jahren aufweisen, wird grundsätzlich kein Bestandsschutz mehr gewährt.“ Aber erst eine sicherheitstechnische Beurteilung kann die Frage abschließend beantworten, ob überhaupt Bestandsschutz geltend gemacht werden könne. Im Zweifelsfall gelte jedoch: Anpassung schlägt Bestandsschutz!

Mängelanzeige bringt Sicherheit

Generell gilt: Sicherheit, Zuverlässigkeit sowie Gebrauchsnutzen der elektrischen Anlage haben immer Vorrang vor Bestandsschutz. Wenn die festgestellten Mängel jedoch nicht so ohne weiteres beseitigt werden können, weil zum Beispiel der Auftrag fehlt, rät Volker Kuhlmann dem Elektrofachbetrieb, unbedingt eine Mängelanzeige auszustellen und sich diese vom Betreiber oder Eigentümer bestätigen zu lassen – solange durch den Mangel keine akute Lebensgefahr für den Nutzer besteht. Ansonsten heißt es: Anlage stilllegen.

Bestehende Anlagen anpassen

Um bestehende elektrische Anlagen anzupassen, bietet WAGO eine Vielzahl von Möglichkeiten, um den Anforderungen an den bestehenden Vorschriften zu genügen (z. B. Serie 2003 und 2005 für FI-Schutzschalter und FI/LS-Schalter). Alle Verteilerklemmen passen aufgrund ihrer geringen Bauhöhe problemlos unter die Verteilerabdeckungen gängiger Hersteller. Bei der Projektierung unterstützt ein Onlinekonfigurator.

WAGO Klemmen-Koffer

Durch den Alltag als Elektroinstallateur muss man sich manchmal durchboxen. Da kann man nicht auch noch fehlendes Material gebrauchen. In der Gebäudeinstallation erleichtern daher die robuste Vario-T-BOXX und die L-BOXX das Durchbox(xen). Denn je nach Ausführung sind darin die gängigsten Klemmen der Serien 221, 224, 243, 773 und 2273 plus Befestigungsadapter enthalten. Damit ist jede Elektrofachkraft allzeit bereit für den Einsatz – ganz gleich ob Neubau, Erweiterung oder Service. Und mit der beiliegenden Stückliste lässt sich die jeweilige Boxx dann auch wieder ruckzuck auffüllen.

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Egal ob Sie die Lichtinstallation- und automation in Ihrem Bürogebäude planen, eine Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlage umrüsten oder sich generell mit dem Thema Raumautomation beschäftigen: WAGO hilft Ihnen, Ihre Anforderungen im Gebäude umzusetzen.

Gebäudeautomation per iPad

Das neue Firmengebäude der Elektro-Service Heumann GmbH zweigt, wie effizient und komfortabel Gebäudeautomation funktionieren kann.

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Neuer Beleuchtungsstandard reduziert Energiebedarf

Um rund 30 % konnte BMW seine Energiekosten in den Produktionshallen senken. Die auf WAGO-Komponenten basierende Lösung ist jetzt unternehmensweit Standard.

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