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Interview 19. Dezember 2018
„Gesundheitsmanagement ist Gemeinschaftssache“

Stellvertretend für WAGO durften Astrid Burschel, Leiterin des Bereichs „Environment, Health & Safety“, und ihre Mitarbeiterin Anna-Lena Hohlfeld, betriebliche Gesundheitsmanagerin, gemeinsam mit Betriebsarzt Dirk Krämer den „Corporate Health Award“ entgegennehmen.

Im Interview erklären sie, wie man erfolgreiches Gesundheitsmanagement im Unternehmen etabliert und geben einen Ausblick in die Zukunft.

Anna-Lena Hohlfeld und Astrid Burschel haben das WAGO-Gesundheitsmanagement gemeinsam auf den Weg gebracht.

Warum ist es so wichtig, das Gesundheitsmanagement strategisch im Unternehmen zu verankern?

Astrid Burschel: „Wir betrachten den Gesundheitsbegriff ganzheitlich über alle Unternehmensebenen hinweg und etablieren das Thema in allen Kernprozessen. Nur so kann es uns gelingen, das Gesundheitsmanagement nachhaltig im gesamten Unternehmen fest einzubinden und ein gemeinsames Gesundheitsbewusstsein zu schaffen. Dabei stehen wir auch im Austausch mit unseren internationalen Gesellschaften, denn Gesundheit ist ein Thema in der gesamten WAGO-Welt. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und dem steigenden Fachkräftebedarf hat das Gesundheitsmanagement natürlich auch eine Komponente, die unsere Attraktivität als Arbeitgeber steigert – sowohl nach außen als auch durch die Bindung nach innen. Viel wichtiger ist es aber, unserer Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht zu werden – damit sie den Arbeitsalltag gesund und fit meistern können.“

Doch wie gelingt das konkret?

Anna-Lena Hohlfeld: „Durch Sensibilisierung auf allen Ebenen; denn Gesundheitsmanagement ist Gemeinschaftssache. Schon für unsere Azubis gibt es das Seminar „Gesund und fit durch die Ausbildung“. Und gerade die Führungskräfte sind für uns eine wichtige Zielgruppe, denn sie müssen wir dazu befähigen, das Thema ins Unternehmen zu tragen. Dafür gibt es u. a. unser Seminar „Gesund führen“ mit verschiedenen Bausteinen.“

Der Corporate Health Award ist ein großer Meilenstein. Wie lange braucht man, um so etwas zu erreichen und was gehört dazu?

Astrid Burschel: „Wir haben 2011 mit dem Thema gestartet – gerade die Arbeitssicherheit hatte schon vorher eine große Bedeutung – aber vor sieben Jahren haben wir mit einer ganzheitlichen Ausrichtung begonnen. Zum Glück konnten wir dann mit Frau Hohlfeld ab 2012 jemanden gewinnen, die sich nach ihrem Public-Health-Studium und einem Praxissemester bei uns voll auf dieses Thema konzentrieren konnte und die wissenschaftliche Expertise mitbrachte.“

Anna-Lena Hohlfeld: „Ich bin als betriebliche Gesundheitsmanagerin zertifiziert und habe mich gefreut, dass ich hier bei WAGO die Chance bekommen habe, das Projekt von Anfang an zu begleiten und zu steuern. Ich habe dann noch berufsbegleitend meinen Master in „Prävention und Gesundheitsmanagement“ absolviert. Prävention ist auch ein Aspekt, der uns bei WAGO besonders wichtig ist: Angebote zu schaffen, die die Gesundheit schützen und fördern.“

Astrid Burschel: „Für WAGO war klar, dass sich dieses Thema nicht mit aufmerksamkeitsstarken Einzelaktionen umsetzen lässt, sondern dass es eine nachhaltige strategische Implementierung mit den richtigen Werkzeugen braucht. Dazu gehört es auch, eine Datenbasis zu schaffen, um daraus Maßnahmen abzuleiten, wie etwa eine psychische Gefährdungsbeurteilung, eine Altersstrukturanalyse oder die individuelle Bewertung von Krankenständen im Unternehmen.“

„Aber die spannenden Einzelaktionen gibt es auch?“

Anna-Lena Hohlfeld: „Natürlich. Wir versuchen, immer wieder neue interessante Angebote zu schaffen – und das generationengerecht, das ist uns bei der gesamten Betrachtung der Gesundheitsaspekte besonders wichtig. So gibt es vor allem für die jüngere Zielgruppe die Global Challenge, bei der 100 Tage lang mindestens 10.000 Schritte pro Tag gemacht werden sollten. Ältere Kolleginnen und Kollegen sind davon natürlich nicht ausgeschlossen, aber wir merken, dass dieser sportliche Wettkampf verknüpft mit einer digitalen Reise eher bei der Generation X & Y auf Interesse stößt – und das auch in unseren internationalen Werken, die hier begeistert mitmachen. Wir setzen auch auf technische Innovationen, wie z. B. Exoskelette. Alters- und alternsgerecht, das ist das Stichwort, unter dem unsere Aktionen stehen.“

Und wie sieht ihr Angebotsspektrum aus?

Anna-Lena Hohlfeld: „Wir kategorisieren unsere Maßnahmen in verhaltens- und verhältnisbezogen. Erstere betreffen konkret die individuellen Gesundheitsressourcen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wichtigsten Schwerpunkte, die wir hier sehen sind Bewegung, Stress und Ernährung. Diese unterstützen wir zum Beispiel durch Yoga, gesunde Ernährungsangebote, Betriebssportgruppen oder auch durch den Einsatz des brainLight-Massagesessels, der kostenlos genutzt werden kann. Verhältnisbezogene Maßnahmen beziehen sich auf die Rahmenbedingen, die wir schaffen etwa mit der organisatorischen Struktur, unseren eigenen Betriebsarztpraxen, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung oder auch Duschen und Umkleidebereiche, um die aktive Mittagspause möglich zu machen.“

Astrid Burschel: „Dabei geht es natürlich zum einen darum, die Mittel zu stellen, wie etwa höhenverstellbare Schreibtische. Viel wichtiger aber ist die Sensibilisierung zur Nutzung unserer Angebote und zu Verhaltensänderungen. Dabei ist es wichtig, besonders zielgruppenspezifisch vorzugehen und die richtigen Fragen zu stellen, um die Bedürfnisse genau zu kennen. Deshalb machen wir regelmäßig Umfragen in der Belegschaft, z. B. unsere Generationsbefragung, um herauszufinden, wie wir wen am besten erreichen und unterstützen können.“

Anna-Lena Hohlfeld: „Wir haben gute Erfahrungen mit standardisierten Fragebögen etwa zur psychischen Gefährdungsbeurteilung gemacht, die wir dann schnell und umfassend auswerten können. Dann ist es aber auch wichtig, in den direkten Dialog zu gehen und in Workshops mit den verschiedenen Teams gemeinsam Lösungsansätze für Belastungen zu entwickeln.“

Und was nutzen Sie selbst von diesen Angeboten?

Anna-Lena Hohlfeld: „Wir sind als Team bei der Global Challenge dabei – da sollte man ja auch mit gutem Beispiel vorangehen. Für die Entspannung nehme ich den brainLight-Massagesessel wirklich gern in Anspruch.“

Das klingt alles wirklich gut, aber es gibt doch sicher auch Hürden, mit denen Sie zu kämpfen haben?

Astrid Burschel: „Ja, natürlich läuft nicht immer alles reibungslos. Ein großes Thema ist die Kommunikation und Information. Die Produktion erreichen wir nicht auf den gleichen Wegen, wie die Verwaltung; da müssen wir genau schauen, wie wir unser Angebot an den Mann oder die Frau bringen. Und in einem Schichtbetrieb sind uns schon Grenzen gesetzt, was die Teilnahme an Angeboten angeht. Aber davon lassen wir uns nicht aufhalten!“

Anna-Lena Hohlfeld: „Und selbst wenn alle topinformiert sind, heißt das nicht automatisch, dass jeder auch mitzieht. Wer sich auch privat mit seiner Gesundheit beschäftigt, ist leicht zu überzeugen, aber es gibt auch diejenigen, die wir nicht direkt erreichen. Das ist völlig normal und vielleicht gibt es dann doch die eine oder andere Aktion, mit der wir auch diese Kolleginnen und Kollegen begeistern.“

Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus und welche gesellschaftlichen Trends beobachten Sie?

Astrid Burschel: „Wir möchten uns noch stärker dem Thema Sport widmen, das für uns auch immer eine Frage der Möglichkeiten und des Raumes ist. Deshalb können wir uns gut vorstellen, einen eigenen Vitality-Raum zu schaffen, mit verschiedenen Angeboten – vom Pilates-Kurs, über Kraft- und Ausdauergeräte bis hin zum Tischkicker.“

Anna-Lena Hohlfeld: „Eins der großen Gesundheitsthemen in den kommenden Jahren ist das Schlafverhalten, das natürlich auch zunehmend von der digitalen Welt beeinflusst wird. Hier gilt es, anzusetzen und Angebote zu schaffen, wie z. B. die Sensibilisierung für Anzeichen einer schlechten Schlafhygiene oder wie das individuelle Schlafverhalten an Schichtarbeit angepasst werden kann.“

Und zum Schluss: Was ist ihr persönlicher Gesundheitstipp? Wie überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund oder welche Tricks haben Sie im Alltag?

Astrid Burschel: „Nutzen Sie jede Gelegenheit zur Bewegung und integrieren Sie sie in Ihren Alltag. Nehmen Sie z. B. das nächste Mal lieber die Treppe statt den Aufzug oder die Rolltreppe oder führen Sie Ihre Telefonate im Stehen oder Gehen. Legen Sie zwischendurch auch immer wieder Kurzpausen ein, an denen Sie z. B. eine Runde raus an die frische Luft gehen.“

Anna-Lena Hohlfeld: „Mein persönlicher Gesundheitstipp: Achten Sie bewusst auf Ihren Schlaf und schlafen Sie ausreichend, denn während dieser Zeit erholen sich sämtliche am Vortag geforderten Strukturen des Körpers. Ein geregelter Tagesablauf mit festen Essens- und Zubettgehzeiten und Entspannungsritualen vor dem Schlafengehen, wie z. B. Achtsamkeitsübungen, autogenes Training oder Meditationen, lässt sie leichter und schneller zur Ruhe kommen. Auch Bewegung hilft den Stress des Tages abzubauen und fördert die anschließende Entspannung und Nachtruhe.“

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