DIE IEC 62386 legt seit dem Jahr 2000 den DALI*-Standard fest. Da dieser ausschliesslich die Betriebsgeräte und allgemeine Kommunikation beschreibt, war eine herstellerübergreifende Kommunikation bislang nicht zwingend garantiert. Diesen Umstand griff das Normungsgremium im November 2014 bei der Neufassung von DALI 2 auf und verpflichtet in der erweiterten Version die Hersteller zur Zertifizierung ihrer Entwicklungen. Nur Anbieter, die diese Prozedur durchlaufen haben, dürfen ihre Geräte mit dem DALI-2-Logo kennzeichnen. Diese Kennzeichnung gibt Anwendern Sicherheit, da Steuerbefehle, Betriebsdaten sowie Sensorfunktionen standardisiert sind und dadurch herstellerübergreifend übertragen werden können.
Aber nicht nur die standardisierte Kommunikation ist ein Vorzug von DALI 2. Da die erweiterte Version selbstständig auf den Bus zugreifen und mit Steuergeräten, Leuchten oder auch anderen Sensoren sprechen kann, sind nun erstmals auch ereignisgesteuerte Aktionen und logische Verknüpfungen möglich. Diese Fähigkeit gestattet es unter anderem, Sensoren beziehungsweise Meldeeinrichtungen flexibel Raumzonen zuzuweisen. In der Anwendung bringt das einen entscheidenden Vorteil: Müssen beispielsweise in einem Gebäude durch die Neuanordnung der Büros die Raumzonen neu definiert werden, entfallen komplexe Programmierungen, da sich die Sensoren wie die Beleuchtungen einfach neuen Zonen zuweisen lassen. Aber nicht nur bei der Automation von Gebäuden profitiert der Anwender von den Vorzügen von DALI 2. Der erweiterte Standard bietet bereits bei der Installation und der Inbetriebnahme deutliche Vorteile.