Durch leistungsfähigere Akkumulatoren, ein immer breiteres Angebot an Fahrzeugen und auch durch staatliche Förderprogramme im europäischen Ausland, erfuhr die Elektromobilität zuletzt einen deutlichen Schub. Dieser erfordert von den Betreibern von Schnellladestationen ein umsichtiges Planen und Taktieren, da nicht nur weitere Elektrofahrzeuge auf die Strasse kommen, sondern ganz schnell Flaschenhälse bei deren Versorgung entstehen. Daher erfolgt der weitere Ausbau des Ladenetzes mitunter situativ, was Adrian Annen so erklärt: «Wenn sich an einer vorhandenen Ladestation die Fahrzeuge stauen, kann es sinnvoller sein, zunächst diese zu erweitern als andernorts eine neue zu bauen.»
Beim Blick auf die Landkarte wäre es naheliegend, zunächst alle Raststätten entlang der beiden Hauptverkehrsachsen mit entsprechender Schnelllade-Infrastruktur zu versehen. Da aber auch abseits dieser Routen sehr viele Menschen leben, braucht es auch dort entsprechende Angebote. Das Credo, nachdem Gofast einen neuen Standort bestimmt, formuliert Adrian Annen so: «Man soll seine Zeit nicht wegen des Ladens an einem Ort verbringen müssen, sondern das Laden soll eine Dienstleistung während der Zeit sein, die man an einem Ort verbringt.» Daher entsteht eine Schnellladestation im Idealfall in der Nähe eines Restaurants oder Einkaufszentrums, so dass das Laden so ganz nebenbei läuft. In diese Richtung geht beispielsweise die Zusammenarbeit mit McDonalds, für welchen die Zürcher alle geeigneten McDrives in der Schweiz ausbauen dürfen.