Lärm ist immer eine Frage der Perspektive! Wenn mir an einem Samstag zu Hause ein Hubschrauber stundenlang über den Kopf knattern würde, bekäme ich wohl einen dicken Hals. Hier in Chaurikharka ist das anders. Schliesslich sind wir für diese Ruhestörung verantwortlich – und diese ist für einen guten Zweck: den Wiederaufbau der Schule.
Weil sich die Freigabe unseres Baumaterials durch den Zoll verzögerte, schien unser ohnehin knapp bemessener Zeitplan gefährdet. Daher stiegen vor vier Tagen zwei Helfer ins Tal hinab, um einen Hubschrauber für den Materialtransport zu organisieren. Es braucht insgesamt 16 Flüge, um die acht Tonnen Güter zu uns nach Chaurikharka hinaufzufliegen. Und mit jeder Kiste, die uns über den Luftweg erreicht, weicht die in den vergangenen Tagen angewachsene Frustration ein wenig mehr. Da sich einige Einheimische spontan dazu entschlossen haben, uns beim Verteilen des Materials zu helfen, können wir einen Teil der verlorenen Zeit wieder gut machen.
Der Probelauf wenige Wochen zuvor im Industriegebiet von Matran FR erweist sich im Nachhinein als goldrichtig. Die Aufgaben sind klar verteilt und jeder Handgriff sitzt. Die Installation der Wechselrichter (Bild 25) geht ebenso schnell vonstatten wie die der Lithium-Ionen-Batterien, der Photovoltaik-Anlage oder unseres Steckverbindersystems Winsta. Mir ist es eine Freude, den Auszubildenden der Connect Academy bei der Arbeit zuzusehen. So viel Eifer und Freude habe ich selten erlebt. Wer behauptet, die heutige Jugend sei faul und für nichts zu begeistern, wird hier eines Besseren belehrt.
Nachdem ich zunächst die Auszubildenden der Connect Academy auf unser Steckverbindersystem Winsta geschult habe, unterweise ich nachmittags einheimische Elektriker in dieses. Schnell haben diese auch die Vielseitigkeit unserer 221-Klemme erkannt. Diese nutzen sie wie selbstverständlich für den Anschluss eines Projektors.