Aktuell gibt es nur eine Handvoll Lösungen, um BNK umsetzten. Drei Anbieter setzen auf WAGO – darunter die Deutsche Windtechnik Steuerung. Sie haben eine sogenannte BNK-Box entwickelt, die Betreiber von Windenergieanlagen nachrüsten können.
„Bei der Entwicklung unserer BNK-Box mussten wir einige Herausforderungen lösen. Sie war kein Selbstläufer“, erinnert sich Karl Keusgen, Geschäftsführer der Deutschen Windtechnik Steuerung. „BNK stellt einen Eingriff in die Sicherheit des Luftfahrtverkehrs da. Wir mussten viele Nachweise erbringen. Dabei ging es zum Beispiel darum, dass die Leuchten in einem gewissen Zeitraum aufleuchten können müssen – das muss sichergestellt sein. Eine andere Herausforderung waren die Vielfalt an Windkraftanlagen und geographische Herausforderungen wie Berge und Täler“, führt der Experte weiter aus.
Die Lösung der Deutschen Windtechnik Steuerung sieht ein unabhängiges, transponderbasiertes System vor, das in bestehende Anlagen integriert werden kann. Dabei gibt es verschiedene Konfigurationsstufen. Die Komplettlösung stattet den gesamten Windpark aus. Ein Transponderempfänger dient als Master-Box, die zentral im Windpark installiert und von der Deutschen Windtechnik Steuerung betrieben wird. Jedes einzelne Windrad erhält eine BNK-Box – eine Slave-Box, über die sich die Nachtkennzeichnungsanlage steuern lässt. Installiert wird die Box im Maschinenhaus der Anlage.
Ab Januar 2023 müssen Windkraftanlagen mit einem System zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung ausgestattet sein, um Lichtverschmutzung zu reduzieren.
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