Themen 31. Januar 2020
Die Technik an Bord verändert sich

MTP auf dem Schiff: weniger Fehler, weniger Kosten, weniger Zeit

Es sind immer größere Schiffe, die in immer kürzerer Zeit gebaut werden. Dieses Bild prägt aktuell die maritime Branche. Hinzu kommt, dass moderne Containerriesen und Kreuzfahrer technisch immer komplexer werden – letztlich als Folge zunehmenden Kostendrucks sowie gestiegenen Ansprüchen an den Umweltschutz. Wird mit der Digitalisierung an Bord – Stichwort Maritim 4.0 – nicht automatisch schon alles besser? Nein – zumindest dann nicht, wenn die unterschiedlichen Systeme an Bord weiterhin ihr Einzelschicksal fristen. Mit MTP eröffnet sich der Weg, Maschinen- und Anlagenteile fehlerfrei und schnell miteinander zu verknüpfen sowie ohne zeitraubende Schnittstellendiskussionen in die Schiffsautomationsanlage zu bringen.

Inbetriebnahme mit MTP: damit später alles schön zusammenpasst

Den Stahlbau inklusive aller mechanischen Schnittstellen haben Werften und ihre Zulieferer mit Blick auf einen möglichst modularen Schiffbau bereits heute bestens im Griff. Ganz anders gestaltete sich die Automation. Hier fehlt es an Durchgängigkeit und vor allem an einer einheitlichen Schnittstelle untereinander sowie in Richtung Schiffsautomation. Die stetig steigende Zahl an Datenpunkten verschärft die Situation. Innerhalb des engen Zeitraums für die Inbetriebnahme eines Neubaus gibt es keine Luft mehr für die Fehlersuche bei Signalproblemen. Das „Module Type Package“ wirkt auf Grundlage von OPC UA hier als standardisiertes Übertragungsprotokoll, mit dem sich in kürzester Zeit alle für den Betrieb relevanten Daten eines Moduls in die zentrale Steuerungsebene übernehmen lassen. Damit gehört der Flaschenhals, Daten in Betrieb zu nehmen, der Vergangenheit an.

Betriebsoptimierung mit MTP: freier Blick auf das gesamte Schiff

Jedes Leitsystem an Bord funktioniert um so besser, je mehr Daten zur Verfügung stehen. Jede Integration eines zusätzlichen Sensors kostet allerdings Zeit und damit Geld – weshalb sich Projektverantwortliche gut überlegen, welche Schnittstelle sich später betriebswirtschaftlich lohnt. Bei Maschinenmodulen mit MTP stellt sich diese Frage nicht mehr, da sämtliche Daten der vor Ort eingesetzten SPS über das „Module Type Package“ auf einen Schlag verfügbar sind. Folglich steht damit ein unbegrenzter Pool an Informationen für die Betriebsüberwachung, die zustandsorientierte Wartung sowie kontinuierliche Prozessverbesserungen bereit. Mit MTP eröffnet sich damit ein neuer Kurs im Betrieb eines Schiffes, da sich jedes eingesetzte Prozessmodul wesentlich effizienter nutzen lässt. Der Revolutionscharakter des „Module Type Package“ strahlt dabei über die technische Automation weit hinaus. Vielmehr bekommen Reederei durch die in einem Kontext stehenden Informationen die Chance, den Betrieb ihrer Flotte vor allem aus dem Blickwinkel der Kosten und des Umweltschutzes heraus, zu verbessern. Angesichts dieser Werte gibt es bereits erste Bestrebungen von Werften, MTP zügig ins Lastenheft zu bringen – um so die Schiffe insgesamt besser zu machen.

Vorteile

  • Schnelle Inbetriebnahme

  • Zeitsparende Projektierung

  • Verlässlichkeit vom Bau bis zur Übergabe

  • Bessere Datenanalyse

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