Referenz 21. September 2017
Umwelt schützen, Geld sparen

Wenn große Reedereien wie Stena Line mit berechtigtem Stolz davon berichten, dass sie erneut den Treibstoffverbrauch ihrer Flotte senken konnten, dann hat CATC aus Göteborg an diesem Erfolg einen messbaren Anteil. Das noch junge Unternehmen aus Schweden hat sich vor allem darauf spezialisiert, die Energieverbräuche der Kälte-, Wärme- und Lüftungstechnik an Bord zu senken. Dafür übernimmt CATC in enger Zusammenarbeit mit WAGO die kompletten Systemarbeiten von der elektrische Konstruktion über die Programmierung und das Projektmanagement bis hin zur Inbetriebnahme und späterem Service.

Bereits seit 2005 hat die Reederei Stena Line ihre Schifffahrtssparte in einem sogenannten „Energy Saving Programm (ESP)“ zusammengefasst, um ihre Energieverbrauch zu verringern. Ziel ist eine jährliche Reduktion um 2,5 Prozent, das laut Stena Line im Jahr 2015 mit einer Reduktion um 2,8 Prozent übertroffen wurde. „Bis zum Jahr 2030 planen wir, unseren CO2-Ausstoß um 35 Prozent pro Seemeile zu reduzieren“, erläutert Erik Lewenhaupt, Head of Sustainability bei Stena Line. „Im Rahmen von ESP setzen wir an unterschiedlichen Punkten an, um Energie zu sparen – vom Schiffspropeller bis hin zur Glühbirne. Zusätzlich setzen wir auf digitale Lösungen für unser Treibstoffmanagement, um anhand der Daten, die wir auf unseren Fähren erheben, den Betrieb an Bord zu optimieren“.

Energieeffizienz auf Fähren oder Kreuzfahrtschiffen – so unterstützt Sie WAGO:

  • Durch die Überwachung und Steuerung von Anlagen auf Fähren oder Kreuzfahrtschiffen mithife des WAGO-I/O-SYSTEMS 750 lässt sich ihr Energiebedarf signifikant redzieren.
  • Eine bessere Energieeffizienz schont nicht nur die Umwelt, sondern spart langfristig Kosten.
  • Das WAGO-Remote-I/O-System 750 ist kompakt, vielseitig, flexibel und trotzt auch rauen äußeren Bedingungen.

Abstimmung von Teilsystemen senkt Energiebedarf

In Einsatzbereichen wie diesen spielen die Systeme von CATC ihre Stärke aus: Auf Kreuzfahrtschiffen und Fähren optimieren sie Druck und Temperatur von Gebläsen, Kühlgeräten und Heizkessel so, „dass die Energiekosten eines Schiffs um bis zu 40 Prozent sinken“, erklärt Jens Stjärna, einer der Gründer von CATC. Indem vor allem die Anlagen des „Hotelbetriebs“ auf Fähren oder Kreuzfahrtschiffen mit Hilfe des WAGO I/O-Systems 750 überwacht und aufeinander abgestimmt gesteuert werden, sinkt der Bedarf an elektrischer Energie erheblich. Und weil jedwede Energie an Bord von den als Gen-Sets bezeichneten Hotelstromaggregaten erzeugt werden müssen, reduziert jede Effizienzsteigerung auch den Treibstoffverbrauch sowie die Feinstaub- und CO2-Emissionen. Und das wiederum senkt die Kosten pro Meile.

Nachhaltigkeit im Schiffbau verstärkt im Fokus

„Zum Glück steigt das Umweltbewusstsein aktuell“, sagt Stjärna, der die Schiffbauindustrie in Sachen Nachhaltigkeit generell als recht altmodisch erlebt. Geschuldet sei dieser Trend unter anderem der Tatsache, dass Kreuzfahrtschiffe zunehmend in die Kritik gerieten, weil sie mit ihren Abgasen für Smog in Häfen und Fjorden sorgten. Außerdem seien beispielsweise die Schiffe von Stena Line inzwischen ausschließlich in ECAs (Emission Control Areas) unterwegs, für die spezielle Umweltrichtlinien zu Emissionen sowie zur Abfall- und Brauchwasserentsorgung gelten. „Wir von CATC haben recht frühzeitig die Nachfrage nach einem energieeffizientem Betrieb von Schiffen antizipiert und sind heute praktisch die Einzigen, die sich mit solchen Fragen beschäftigen –natürlich ist das für uns ein Vorteil“, sagt Stjärna.

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Mit 3500 Gästen plus 1500 köpfiger Besatzung beherbergen moderne Kreuzfahrtschiffe heute eine komplette Kleinstadt.

Ausgestattet mit den nötigen Zulassungen

Die Schweden kombinieren ihre Erfahrungen in der Klimatechnik und Schiffsautomatisierung mit WAGO-Produkten, die ihrerseits über die entsprechenden Freigaben der Klassifizierungsgesellschaften verfügen. „Die WAGO-Systeme entsprechen den einschlägigen Schifffahrtsnormen“, sagt Stjärna. „Das war für uns, neben der kompakten Bauform der WAGO-Produkte, eines der Hauptkriterien bei der Systemauswahl. Wenn alle von uns eingesetzten Komponenten zertifiziert sind, haben wir es einfach und sind auch bei Verhandlungen mit Neukunden erfolgreicher.“

» Ein Systemwechsel amortisiert sich innerhalb von ein bis zwei Jahren. Auf lange Sicht spart der Kunde sogar Geld. «

Jens Stjärna, CATC

Refit für ein besseres Klima

Die meisten Projekte von CATC umfassen den Komplettausbau der gesamten Steuerung der Kälte-, Wärme- und Lüftungstechnik an Bord. Ist im Rahmen eines Refits ein Systemwechsel geplant, wird mit der Arbeit am häufigsten im Maschinenraum begonnen – und zwar mit der Installation von Touchscreens, die dem Personal ermöglichen, Temperatur und Luftdruck zu überwachen und individuell zu regeln. Vergleichbare Bedien- Visualisierungslösungen kommen auch in Bereichen zum Einsatz, in denen sich Passagiere aufhalten – beispielsweise in Konferenzräumen oder Speisesälen. „Unser Ziel ist es, die Effizienz an Bord zu steigern, ohne Kompromisse beim Komfort für Passagiere und Besatzung eingehen zu müssen“, macht Stjärna klar.

Installation im laufenden Betrieb

Weil der Ausbau erfolgt, während das Schiff in Betrieb ist, begleiten die Techniker von CATC Schiffe auf Fahrten um die ganze Welt. „Für uns ist es durchaus von Vorteil, bei der Inbetriebnahme der neuen Systeme vor Ort zu sein“, erklärt Stjärna den Umstand, „so erhalten wir von unseren Kunden eine direkte Rückmeldung und sehen, wie die Besatzung an Bord unsere Systeme nutzt“. Erst neulich habe CATC ein Großprojekt auf einem Schiff von Stena Line abgeschlossen, das zwischen Göteborg und Kiel verkehrt, erzählt Stjärna: Auf dem Schiff sei ein komplett neues System für die Räumlichkeiten, in denen sich sowohl die Besatzung als auch die Gäste aufhalten, den Maschinenraum und das Autodeck installiert worden.

Klimaverbesserung im doppelten Sinne

„Ganz besonders haben sich die Mitarbeiter von Stena Line, die auf dem Autodeck arbeiten, über das Refit gefreut“, sagt Stjärna, „weil unser System dort die Belüftung verbessert hat und damit die Abgase vermindert“. Der Refit von CATC sorgt so für eine Klimaverbesserung im doppelten Sinne – sowohl auf dem Schiff, als auch drum herum. Und finanziell lohnt er sich überdies: „Ein Systemwechsel amortisiert sich innerhalb von einem bis zwei Jahren“, weiß Stjärna. Zum einen wegen der Energieeinsparung, zum anderen weil das Personal an Bord auf Basis der neue Software deutlich effektiver arbeiten könne. „Auf lange Sicht spart der Kunde sogar Geld.“

WAGO-I/O-SYSTEM 750:

  • Feldbusunabhängig

  • Flexibel einsetzbar

  • Weltweit zugelassen und erprobt

  • Mehr als 500 verschiedene Module inkl. funktionaler Sicherheit und Ex i

Text: Jens Stjärna, CATC | Stefan Wall, Urban Wase | WAGO

Foto: WAGO und Thorsten Sienk

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Energieeffizienz auf Fähren oder Kreuzfahrtschiffen

Um bis zu 40 Prozent senkt die Firma CATC die Energiekosten mit Hilfe des WAGO I/O-Systems 750 für Kunden wie die Reederei Stena Lines.

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