Themen 30. September 2025

Cyber Resilience Act

Neue Pflichten für Hersteller, mehr Sicherheit für Anwender

In einer zunehmend vernetzten Welt stehen Unternehmen einer wachsenden Flut von Cyberattacken gegenüber, die ihre Sicherheit und betrieblichen Abläufe ernsthaft gefährden. Ein erfolgreicher Hackerangriff kann Netzwerke lahmlegen, zu erheblichen Datenverlusten führen oder den Betrieb über Wochen unterbrechen – mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden.

Wussten Sie, dass Cyberangriffe allein in Deutschland zuletzt Schäden von rund 180 Milliarden Euro verursacht haben? Die Europäische Union reagiert auf die zunehmenden Bedrohungen mit dem „Cyber Resilience Act“ (CRA): Dieser zielt darauf ab, einheitliche Cybersecuritystandards für vernetzte Produkte innerhalb der EU zu etablieren und so das Sicherheitsniveau auf Produktebene zu erhöhen.

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Ziele und Anforderungen des CRA

Als erste europäische Verordnung legt der CRA ein verbindliches Mindestmaß an Cybersecurity für alle vernetzten Produkte fest. Ab dem 11. Dezember 2027 sind Hersteller verpflichtet, Produkte mit digitalen Elementen über deren gesamten Lebenszyklus – von der Entwicklung bis zur Außerbetriebnahme – umfassend zu schützen. Diese Maßnahmen sollen die Cybersecurity in der EU nachhaltig stärken, den Verbraucherschutz verbessern und wirtschaftliche Risiken minimieren. Um diese Ziele zu erreichen, definiert die CRA-Verordnung fünf Kernanforderungen:

  • Cybersecurity über gesamten Produktlebenszyklus

Sicherheitsmaßnahmen werden von Beginn an in der Produktentwicklung integriert. Prinzipien wie Secure-by-Design, -Implementation und -Default gewährleisten kontinuierliche Sicherheit über den gesamten Lebenszyklus.

  • Schwachstellenmanagement und Meldepflicht

Eine zentrale Meldeplattform wird eingerichtet, um aktiv ausgenutzte Schwachstellen und Sicherheitsvorfälle zu dokumentieren. Diese Transparenz verbessert die Reaktionsfähigkeit der Anwender, um Sicherheitslücken effizient zu identifizieren und zu schließen.

  • Sicherheitsupdates und -Support

Hersteller sind verpflichtet, während der gesamten Produktlebensdauer kostenlose Sicherheitsupdates bereitzustellen. Der Supportzeitraum beträgt in der Regel fünf Jahre und umfasst auch das Schwachstellenmanagement.

  • Konformitätsverfahren und CE-Kennzeichnung

Produkte müssen je nach Risikoklasse eine entsprechende Konformitätsbewertung durchlaufen und eine CE-Kennzeichnung erhalten, um EU-weite Zulassung zu erlangen und Anwendern die notwendigen Sicherheitsstandards zu garantieren.

  • Verbraucherschutz und Schadensvermeidung

Hersteller müssen Sicherheitslücken und Manipulationen proaktiv verhindern, um das Risiko von Cyberangriffen zu minimieren. EU-Standards und präventive Maßnahmen schützen Anwender vor unsicheren Geräten und helfen, langfristig wirtschaftliche Schäden zu reduzieren.

Auswirkungen auf Anwender

Der „Cyber Resilience Act“ legt keine direkten Verpflichtungen für Endanwender fest. Dennoch signalisiert er – zusammen mit der NIS-2-Richtlinie – die Notwendigkeit, bei Neuinstallationen und Nachrüstungen verstärkt auf Schutzmaßnahmen zu achten und konforme Produkte auszuwählen. Diese proaktive Herangehensweise ist entscheidend, damit Sie Ihre Systeme umfassend gegen Cyberbedrohungen absichern und langfristig schützen können.

Als horizontale Regulierung umfasst der CRA zahlreiche Produktklassen – von Haushaltsgeräten über industrielle Software bis hin zu IoT-Geräten, mit wenigen Ausnahmen wie Medizintechnik und Kraftfahrzeuge. Ab dem 11. Dezember 2027 müssen alle Hard- und Softwareprodukte CRA-konform sein, um das CE-Zeichen zu erhalten und im EU-Markt in Verkehr gebracht werden zu dürfen. Anwender wie Planer, Betreiber oder Integratoren sollten diese Vorgaben in ihren Planungen berücksichtigen, um die Konformität neu eingesetzter Produkte sicherzustellen.

Obwohl die Umsetzung des CRA vor allem für Hersteller herausfordernd sein kann, erhöhen diese Standards langfristig die Sicherheit und Zuverlässigkeit Ihrer Anlagen und Prozesse. Eine robuste Sicherheitsstrategie ermöglicht eine schnelle Wiederherstellung im Angriffsfall und sichert die Geschäftskontinuität. Dank der Informationspflicht der Hersteller über Sicherheitsmerkmale und potenziellen Risiken können Sie fundierte Entscheidungen bei der Produktauswahl treffen, wodurch Sie Ihre Systeme besser vor Datenlecks und Ausfälle schützen.

Le rôle de la norme CEI 62443 chez WAGO

Face à des cyberattaques de plus en plus complexes, la norme CEI 62443 est une véritable arme secrète contre les cybermenaces. Elle intègre des mesures de sécurité telles que les contrôles d'accès et le cryptage des données tout au long du cycle de vie du produit et offre des normes internationales pour les systèmes d'automatisation et de contrôle industriels. Les zones de confiance, les approches de défense en profondeur et les principes de moindre privilège créent des barrières supplémentaires contre les attaquants.

L'avantage de la norme CEI 62443 est qu'elle couvre de nombreuses exigences du "Cyber Resilience Act", ce qui simplifie la conformité des produits. Dès 2022, nous avons certifié notre cycle de vie de développement pour les produits d'automatisation selon CEI 62443-4-1, ce qui signifie que vous êtes parfaitement préparés avec nous aux nouvelles obligations du CRA.

Avec WAGO en toute sécurité grâce au "Cyber Resilience Act"

Le "Cyber Resilience Act" est une étape importante dans la réglementation de la sécurité des produits et apporte non seulement des défis, mais aussi de grandes opportunités. Que ce soit en tant que fabricant, intégrateur ou opérateur : avec le WAGO Cybersecurity Consulting, vous êtes idéalement positionné pour répondre aux nouvelles normes dans le domaine de la cybersécurité.

Notre équipe expérimentée vous soutient dans la mise en œuvre de mesures de sécurité globales et la surveillance continue de vos systèmes. De la planification à la mise en œuvre complète, nos experts sont à vos côtés et s'assurent que vos systèmes sont non seulement conformes au CRA, mais offrent également le plus haut niveau de sécurité.

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