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Redispatch 2.0

Die Anforderungen für Redispatch 2.0 sind vielfältig. Die Einführung zum 1. Oktober 2021 ist mehr als holprig verlaufen. Doch das neue Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG 2.0) ist umzusetzen. Damit sind auch Verteilnetzbetreiber für Strom in der Pflicht, sich aktiv daran zu beteiligen, Netzengpässe zu vermeiden. WAGO unterstützt Sie, sich auf den Redispatch 2.0 vorzubereiten – mit Erfahrungsaustausch in der WAGO Energiewerkstatt.

Einstieg in die Digitalisierung des Verteilnetzes

Die Regelungen fĂĽr das klassische Einspeisemanagement werden aufgehoben und in ein einheitliches Redispatch-Regime (Redispatch 2.0) ĂĽberfĂĽhrt.

Das hat zur Folge, dass zukünftig alle Anlagen ab 100 kW steuerbar sein müssen. Um einen Zugriff in Echtzeit zu gewährleisten und auch jederzeit die IST-Einspeiseleistung übermittelt zu bekommen, bietet sich dafür die klassische Kleinfernwirktechnik an.

Je kompakter, desto besser ist das Motto!

Die beengten Platzverhältnisse am Einspeisepunkt sind immer wieder eine Herausforderung für die Netzbetreiber.

Ihre Vorteile:

  • UnterstĂĽtzung bei individuellen Lösungen durch unsere WAGO Solution Provider

  • LTE-VPN-Modem integriert

  • Ăśbertragung gemäß IEC 60870-5-104

  • Einfachste Parametrierung ĂĽber einen Webbrowser

  • Kommunikation ĂĽber eigenen APN oder OpenVPN/IPsec

  • Höchste Sicherheitsstandards gemäß KRITIS und BDEW-White- Paper

Sie sind interessiert? Kontaktieren Sie energy@wago.com, Betreff: WAGO Redispatch-2.0-Box

Netzflexibilität und -stabilität braucht datenbasierte Netztransparenz

Die Verantwortung für Netzengpass-Management liegt bisher bei den Übertragungsnetzbetreibern. Deren Handlungsspielraum wird durch den Anstieg der dezentralen EE-Anlagen in den darunter liegenden Verteilnetzen immer kleiner, um per Redispatch – der Harmonisierung der Fahrpläne konventioneller Kraftwerke – die Netzstabilität und damit Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

An diesem Punkt setzt Redispatch 2.0 an. Der Redispatch konventioneller Kraftwerke wird mit dem Einspeisemanagement (EisMan) von EE-Anlagen, KWK-Anlagen und Speichern zusammengebracht. Das Ziel: Gesamtkosten für das Netzengpassmanagement zu senken, Effizienz zu steigern, Netzengpässe zu vermeiden und damit Versorgung zu sichern. Doch dafür muss das Netz transparent werden – bis auf der letzten Meile. Schon einige wenige Daten aus der Ortsnetzstation zeigen, wo potenziell Netzengpässe drohen könnten oder wo umgekehrt auch weitere Einspeiser oder Lasten risikolos anschließbar sind. Diese digitalen Daten zum Netzzustand sowie der Einspeiseleistung beziehungsweise Lastprofile angeschlossener Anlagen unterstützen das Flexibilitätsmanagement – die Steuerung von Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen anhand der tatsächlichen Erfordernisse im Netz.

Redispatch 2.0 – viele Netzbetreiber befinden sich in einer Doppelrolle

Beim Redispatch 2.0 übernehmen viele Netzbetreiber auch eine Doppelrolle. Denn schon heute sind sie auch als Einsatzverantwortliche (EIV) tätig – als Betreiber oder Direktvermarkter von Erzeugungsanlagen. In dieser Rolle sind sie gefordert, Day-ahead-Fahrpläne und mögliche Redispatch-Potentiale an den zuständigen Netzbetreiber zu übermitteln. Bei drohenden Engpässen erhalten sie gegebenenfalls korrigierte Fahrpläne zurück und müssen diese umsetzen.

Insgesamt ergeben sich dadurch jedoch enorme Chancen für einen stabilen und rentablen Netz- und Anlagenbetrieb. Gerade dort, wo beide Rollen in einem Unternehmen vorhanden sind, sind die Bedingungen ideal, um entsprechender Prozesse zu entwickeln und zu erproben. Eine leistungsfähige, sichere und langlebige Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik von WAGO kann die erforderliche Infrastruktur dafür bilden.

Interview: Redispatch 2.0 – die Hauptaspekte bei der Umsetzung

In diesem Interview von der 7. WAGO Smart-Grid-Fachtagung fasst Energieexperte Carsten Eckart die Hauptaspekte im Umsetzungsprozess zum #Redispatch 2.0 zusammen, zeigt auf, wo’s regulatorisch hakt und rät Stadtwerken zum vertrauensvollen Austausch unter- und miteinander, um die Anforderungen der Zukunft zu meistern.

Carsten Eckart ist Energiewirtschaftsexperte und Gründer und Geschäftsführer der Energiewirtschaft einfach GmbH. In seinen You-Tube-Videos erklärt er komplexe Themen der Energiewirtschaft einfach und verständlich.

Zu seinem You-Tube-Kanal und allen Videos zum Thema Redispatch 2.0 geht es hier.

NABEG 2.0 und Redispatch 2.0 – die Änderungen für Verteilnetzbetreiber im Überblick

1. Mehr Kooperation und Datenaustausch

Netzbetreiber müssen stärker mit Marktakteuren wie Übertragungsnetzbetreibern, allen nachgelagerten Betreibern von Verteilnetzen und Anlagenbetreibern kooperieren, um Netzengpässe zu vermeiden – möglichst preisgünstig, netzstabil und damit versorgungssicher. Dafür müssen sie umfangreiche Daten erheben, analysieren und Modellberechnungen transparent bereitstellen.

2. Sichere Prognosen zum Redispatch-Vermögen

Verteilnetzbetreiber müssen ihr Redispatch-Potential sicher prognostizieren können. Dafür müssen sie die Lastenverteilung bzw. den Lastenfluss ihres Netzes kennen, und wissen, wie sich Erzeugung, Speicherung und Verbrauch in ihren Netzen verteilen. Das erfordert mehr Transparenz in ihren Verteilnetzen.

3. NetzfĂĽhrung flexibilisieren

Für den Redispatch 2.0 müssen Verteilnetzbetreiber bei Netzengpässen reaktionsstark und schnell aufgestellt sein, um ihre Netzführung zu flexibilisieren. Dafür brauchen sie nicht nur einen Plan zur Einspeise- bzw. Abregelungsreihenfolge, sondern auch leistungsfähige, sichere und langlebige Informations-, Kommunikations- sowie Automatisierungstechnik, um Netzmodelle zu berechnen und Erzeugungsanlagen zu steuern.

4. Bilanziellen und finanziellen Ausgleich schaffen

Verteilnetzbetreiber sind nun in der Verantwortung, den bilanziellen und finanziellen Ausgleich sowie die Abwicklung der Abrechnungsprozesse umzusetzen.

Fragen und Antworten zum Redispatch 2.0

Ihr Ansprechpartner bei WAGO

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