Sanierungsquote zu gering
Europaweit liegt die Renovierungsquote bei gerade einmal 11 Prozent und nur in den wenigsten Fällen steht dabei ein effizienter, nachhaltiger Gebäudebetrieb im Fokus. Renovierungen, die tatsächlich eine Verbesserung der Energieeffizienz erreichen, bilanzieren sich auf etwa 1 Prozent. Noch geringer ist mit 0,2 Prozent der Anteil an sogenannten „tiefgreifenden“ Gebäudesanierungen, die eine Energieersparnis von 60 Prozent bringen. Doch warum werden nicht mehr Gebäude saniert und mit entsprechender Automationstechnik nachgerüstet? Neben Informationsdefiziten stellen sich für Gebäudebetreiber und -investoren energieeffiziente Technologien gegenüber konventionellen Lösungen teils noch als unwirtschaftlich dar. Der Zugang zu Finanzierungen ist zwar meistens vorhanden, allerdings fehlt häufig schlicht die Übersicht, was wie gefördert wird und welche Voraussetzungen für die Programme erfüllt werden müssen. Zusätzlich sind viele Gebäudebesitzer über den Energiezustand ihrer Gebäude und die Möglichkeiten, welche die heutige Technik bietet, nicht ausreichend informiert. Dabei ist es dringend an der Zeit, zu handeln: Wenn das EU-Ziel, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudesektor zu haben, erreicht werden soll, muss die Renovierungsquote spätestens in den nächsten 9 Jahren mindestens um das Doppelte steigen.