Mehrwert durch die Cloud
„Wenn wir wissen, welche Temperaturen effektiv im Netz vorhanden sind, können wir die Blockheizkraftwerke effizienter steuern“, erläutert Geschäftsführer Andreas Klesse. Darum koppelt Avacon Natur die Temperaturdaten des Netzes mit den prognostizierten Lastverläufen und den Daten aus der Heizzentrale. Hier sammelt der Systemverteiler von WAGO alle wichtigen Werte wie die Wärmemengen, Durchflüsse, Vorlauf- und Rücklauftemperaturen. Hinzu kommen die Motorendaten der Blockheizkraftwerke.
Zentraler Bestandteil des spezifizierten WAGO Systemverteilers ist der Controller PFC200. Er enthält ein Netzgerät, einen Leitungsschutz, 16 digitale Eingänge, 4 analoge Eingänge, ein M-Bus-Master-Modul sowie die Übergabeklemmleiste für die Sensorik und die Aktorik. Auch ein SD-Karten-Steckplatz ist vorhanden, mit dem zum Beispiel ein Software-Update ganz einfach vorgenommen werden kann.
Mit dieser Konfiguration des Systemverteilers ist sichergestellt, dass alle Anforderungen der unterschiedlichen Avacon-Energieanlagen mit einer Hardware abgedeckt sind. „Der von uns spezifizierte WAGO Systemverteiler, die Avacon-Natur-Cloud- Box, bietet uns eine maßgeschneiderte Lösung, die trotzdem beliebig skalierbar ist“, sagt Lars Baumann, Teamleiter Asset-Management der Avacon Natur.
Neben der spezifizierten Hardware wurde auf Basis der Vorgaben von Avacon Natur durch WAGO eine CODESYS Applikation erstellt. So kann über die Weboberfläche des PFC200 die Anbindung von M-Bus-Zählern konfiguriert sowie die digitalen Eingänge als Impulszählereingang oder Störmeldeeingang parametriert werden. Die Installation und Inbetriebnahme wird durch das Kompetenzteam für Mess- und Regelungstechnik der Avacon Natur durchgeführt. Jörn von Hörsten, Mitglied dieses Teams, ergänzt: „Die Weboberfläche ist besonders bei der Inbetriebnahme enorm praktisch. Man erhält sofort einen Überblick, wie die Energiedaten an die Cloud-Umgebung versendet werden.“