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Themen 13. Mai 2022
Nachhaltigkeit im Bau ist planbar

Green Buildings müssen rundum nachhaltig geplant sein und nicht nur in einzelnen Aspekten. Dafür bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Gebäudelebenszyklus. Für ein durchgängig geplantes Gebäude braucht es planbare Daten und damit auch eine planbare, anpassungsfähige Elektroinstallation. Mit steckbarer Installation gibt es ein Konzept, das die effiziente Gestaltung bzw. Umsetzung der einzelnen Phasen ideal unterstützt und in allen Lebenszyklusphasen einen Mehrwert liefert. Steckbare Installation ist hier die Antwort.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Nachhaltigkeit im Bau bedeutet Nachhaltigkeit über den gesamten Gebäudelebenszyklus: Der Grundstein muss bereits bei der Planung gelegt werden.
  • Green Building bedeutet auch, dass eine Umnutzungsfähigkeit per se gegeben sein muss: Heißt, auch die Technik muss sich schnell, teilweise im laufenden Betrieb des Gebäudes, verändern lassen.
  • Die Elektroinstallation muss – in Zukunft noch mehr als heute schon – das Potential haben, schnell modifiziert werden zu können.
  • Planbar und anpassbar: steckbare Gebäudeinstallationssysteme, wie WINSTA® von WAGO

Green Building bedeutet, Gebäude im Ganzen zu betrachten

Gebäude müssen energieeffizienter und in Zukunft deutlich nachhaltiger werden. Doch was genau bedeutet Nachhaltigkeit im Gebäude? Der Begriff umfasst generell viele Aspekte, wie z. B.:

  • Einsatz von unbelasteten, nachwachsenden Rohstoffen und Materialien
  • Energieeffizienz bzw. niedriger Energieverbrauch
  • Recyclingmöglichkeiten - Sozial-gesundheitliche Aspekte (z. B. Arbeit bei schonender Körperhaltung)

Die Nachhaltigkeit eines Gebäudes nur anhand eines Aspekts fest zu machen, ist deshalb zu kurz gedacht. „Nachhaltigkeit im Bau oder im Gebäude ist immer ganzheitlich zu sehen,“ so Ann-Christin Rachuba, Head of Building Installation bei WAGO. Deshalb müsse bereits bei der Planung der Nachhaltigkeitsgedanke bedacht und jede Lebenszyklusphase vorausschauend geplant werden. „Das funktioniert dank der Digitalisierung heute sehr gut,“ so Rachuba. „Durch die Anwendung von Building Information Modeling (BIM) haben wir die Möglichkeit, von Anfang an ein Modell aufzubauen, das sukzessive, gewerkeübergreifend weitervervollständigt und angereichert werden kann. Auf diese Weise lassen sich nicht nur mehr Informationen speichern, sie sind auch einfacher zugänglich. Das erleichtert beispielsweise die Ermittlung der notwendigen Eingangsinformationen zu Energieströmen zur Erstellung von Ökobilanzen.“

Nachhaltiges Bauen orientiert sich am Gebäudelebenszyklus

Der Lebenszyklus eines Gebäudes lässt sich grob in vier Phasen teilen:

  • Planung
  • Bau
  • Betrieb und Wartung
  • Umbau bzw. Modernisierung (der Rückbau bzw. Abriss eines Gebäudes ist mit wachsendem Nachhaltigkeitsgedanken – sowohl ökologisch als auch ökonomisch – immer weiter in den Hintergrund getreten)

Ziel eines Green Buildings ist es, mit möglichst wenig Ressourcen möglichst lange möglichst viele Bedürfnisse zu decken. Daher ist es beim Errichten eines Gebäudes wichtig, bereits bei der Planung an eine Umnutzung zu denken und dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Das gilt auch für das im Gebäudelebenszyklus nicht ganz so präsente Gewerk der TGA, insbesondere für die Elektroinstallation.

Gebäudelebenszyklus mit steckbarer Elektroinstallation

Eine Installation, die planbar ist

Im Gegensatz zur konventionellen Herangehensweise, muss steckbare Elektroinstallation bereits in den anfänglichen Planungsphasen berücksichtigt und genau vorgeplant werden. Was zunächst nach mehr Aufwand klingt, ist die unvermeidliche Aufwandsverschiebung von der Bauphase in die Planungsphase, die sich bei konsequenter Anpassung an zeitgemäße Bauweisen ergibt. Das spart am Ende nicht nur Zeit während der Bauphase und verhindert Fehlplanungen – sondern geht auch mit der Herangehensweise an ein Green Building einher. „Wenn ich mehr Nachhaltigkeit im Bau möchte, dann muss auch die Elektroinstallation berechenbar sein und dafür muss sie planbar sein. Steckbare Elektroinstallation ist das“, so Rachuba. Vollständige Daten braucht es beispielsweise zur Erstellung des digitalen Zwillings, der heute schon Standard nachhaltig geplanter Gebäude ist.

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Flexible Umnutzung mit steckbarer Gebäudeinstallation

Natürlich lässt sich die gesamte Technik im Zuge eines Neubaus auch konventionell von vornerein und als vollständig abgestimmtes System planen. Probleme gibt es aber spätestens dann, wenn es in die Nutzungsphase übergeht, bzw. wenn das Gebäude hinterher umgenutzt werden soll: „Da hat man dann die Schwierigkeit, dass nicht mehr alles gut zugänglich ist“, so Rachuba. Wenn konventionell geplant ist, wird bei Umbaumaßnahmen in der Regel da, wo bereits ein Abzweig vorhanden ist, etwas Neues geschaffen - zusätzlich zu dem, was schon im Gebäude ist. „Das heißt, das Volumen der verwendeten Materialien steigt und damit verschlechtern sich i.d.R. auch weitere Faktoren wie die Brandlast“, gibt Rachuba zu bedenken. „Mit steckbarer Installation bin ich deutlich flexibler und kann genau nachgucken, wo was liegt. Dann kann ich mir vorher Gedanken machen, an welcher Stelle idealerweise angesetzt wird, welche Teile der Installation bestehen bleiben und welche anderweitig wiederverwendet werden können. Die Auswirkungen können über die Modelle bereits vorab in Form der Neuberechnung der Parameter kenntlich gemacht und somit gleichzeitig auch optimiert werden.“

Zukunftsfähigkeit im Gebäude bedeutet einfache Erweiterbarkeit

Die vorhandene Installation muss außerdem mit neuen Ansätzen einfach erweitert werden können – heute schon und mit Blick auf die steigende Technik und Automatisierung in Gebäuden zukünftig noch mehr. Dafür braucht es ein System, das es schafft, ein Interface zwischen bestehender Elektroinstallation und neuer Automatisierungstechnik herzustellen. „Auch die Elektroinstallation muss sich daran anpassen können. Die Elektroinstallation darf am Ende nicht mehr der Aufwand sein“, so Rachuba. „Sie muss schnell, sicher und fehlerfrei durchführbar sein und sich möglichst gut mit der Automatisierungstechnik zusammenbringen lassen.“ Bei steckbarer Installation wird die diese bereits vor der Bauphase in vorkonfektionierten Systemverteilern, die steckbar angebunden werden, in die Technik integriert. Diese müssen vor Ort nur noch per Plug&Play angeschlossen und in Betrieb genommen werden.

Das zeigt, dass die Anforderungen, die an nachhaltige Gebäude gestellt werden, durch Steckverbindersysteme optimal unterstützt werden.

Ann-Christin Rachuba, Head of Building Installation bei WAGO

Mehrwert bei Zertifizierungen

Dass steckbare Installation in einen effizienten Gebäudelebenszyklus passt und so das Bauen nachhaltigerer Gebäude unterstützt, zeigt sich auch beim Thema Zertifizierung: Auch wenn die Elektroinstallation an sich bei den gängigen Gütesiegeln, wie DGNB, breeam und LEED noch keine konkrete Beachtung findet, gibt es viele Faktoren, die bewertet werden, die über die Anwendung von steckbarer Installation positiv beeinflusst werden können. „Nehmen wir zum Beispiel die DGNB: Hier kann WINSTA® circa 50 % der Kriterien positiv beeinflussen. Allein schon, weil man mit steckbarer Installation per se planbar unterwegs ist, hat man für die Bewertung die besten Voraussetzungen.“, so Rachuba. „Das zeigt, dass die Anforderungen, die an nachhaltige Gebäude gestellt werden, durch Steckverbindersysteme optimal unterstützt werden.“

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Lernen Sie das Steckverbindersystem WINSTA® kennen

WINSTA® ist das Steckverbindersystem von WAGO, das optimal auf die hohen Anforderungen in der Gebäudeinstallation zugeschnitten ist. Es macht die Elektroinstallation steckbar und dadurch schnell, sicher und fehlerfrei. Dies gilt auch in weiteren Anwendungen wie z. B. im Schiffbau, in der Bahntechnik oder in der Industrie.

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Die Zukunft steckt in der Einfachheit

Steckbare Elektroinstallation ist eins der zukunftsweisenden Themen in der modernen Gebäudeinstallation und erfreut sich zunehmend an Beliebtheit.

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