Notbeleuchtung der 4. Generation
Die Zusammenarbeit von Schuster und WAGO reicht schon mehr als zehn Jahre zurück. Mit SETLON ist die Verbindung noch enger geworden. Wurden bisher separate Notbeleuchtungslösungen erarbeitet, so bietet das moderne Beleuchtungskonzept für die industrielle Anwendung ganz neue Möglichkeiten. Der erste Kunde, der die Vorzüge von SETLON nutzt – ein großer Automobilhersteller –, wurde durch einen Fingerzeig des Partners auf Schuster aufmerksam. „Ursprünglich wollten die Haustechniker des Unternehmens den Bau einer Steuerung für ihre neue und anspruchsvolle Notbeleuchtung mit unseren Produkten selbst in die Hand nehmen“, berichtet WAGO-Mann Rudolf Kosubek, der auch Schuster seit Jahren kennt. Kosubek vermittelte. „Ich wusste ja, dass es mit Schuster eine Firma gibt, die so etwas bereits gebaut hat.“
Eine erste Testinstallation überzeugte. Seitdem hat Schuster rund ein Dutzend Standorte des Autokonzerns im europäischen Ausland mit SETLON ausgerüstet. Weitere werden folgen. Ein weiterer Clou: Die gesamte Technik für SETLON kann Schuster auf äußerst wenig Platz unterbringen. Die Vorgabe des Autokonzerns, dass die Schaltschränke sich an die schmalen Betonträger der Werkshalle montieren lassen und nicht breiter als sie ausfallen durften, war damit erfüllt. Schon sind andere Autobauer sowie Firmen etwa aus der Chemieindustrie auf SETLON aufmerksam geworden. Interessenten geben sich in Grevenbroich derzeit die Klinke in die Hand. Auch das ist kein Wunder, denn schnell hat sich herumgesprochen, dass SETLON technologisch einen großen Sprung bedeutet.
„Wenn ich die Systeme für die Notbeleuchtung der letzten Jahrzehnte Revue passieren lasse, stehen am Anfang solche, die sich lediglich an- und ausschalten lassen. Danach folgten erste automatisierte Steuerungs- und Überwachungsfunktionen über einen Datenbus. Dann konnten wir auch einzelne Leuchten zusammenfassen und in Kreisen schalten. Mit unserem System, über das sich mithilfe der WAGO-Controller jede einzelne LED computergestützt steuern und überwachen lässt, sind wir sozusagen bei der vierten Generation von Notbeleuchtungssystemen angekommen“, führt Jens Wich aus. Nach den ersten erfolgreichen Installationen stellte Schuster das SETLON-System im April auf der Frankfurter Branchenleitmesse „Light & Building“ offiziell vor. Spätestens seitdem weiß jeder, der sich mit dem Thema Notbeleuchtung beschäftigt, wer den Markt technologisch vorantreibt. Jens Wich formuliert es erneut bescheiden: „Ich denke, es zweifelt keiner mehr an, dass wir etwas von Notbeleuchtung verstehen.“