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Interview 16. Oktober 2018
Datenschutzbeauftragter
Axel-Jörg Hohlfeld

Nach Auslandsaufenthalten in Südafrika und Spanien, hat Axel-Jörg Hohlfeld sein Studium in Deutschland, der Türkei und Schottland absolviert.

Das hat erschließlich mit dem juristischen postgradualen Abschluss „Master of Laws (LL.M.)“ in Informationstechnologierecht und Recht des geistigen Eigentums (IT-Law und IP-Law) abgeschlossen. Zuletzt war er in Hannover bei einem der führenden Automobilzulieferern im Bereich der Forschung & Entwicklung tätig.

Als Datenschutzbeauftragter kümmert er sich unternehmensweit um Themen, die den Schutz der Daten natürlicher Personen betreffen.

Sie haben die Funktion als Datenschutzbeauftragter bei WAGO übernommen. Was sind Ihre Aufgaben?

Ganz einfach ausgedrückt: Ich kümmere mich unternehmensweit um Themen, die den Schutz der Daten natürlicher Personen betreffen. Klassische Aufgaben sind zum Beispiel die Sicherstellung und Einhaltung relevanter Datenschutzvorschriften, wie die des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), sowie aller weiteren nationalen und internationalen Vorschriften. So bin ich unter anderem für die Prüfung und Mitgestaltung von datenverarbeitenden Geschäftsprozessen, Regelungen und bspw. IT-Systemen im Hinblick auf Risiken in der Verarbeitung von personenbezogenen Daten verantwortlich. Besonders spannend finde ich es, dass ich in meiner Position als Datenschutzbeauftragter international tätig bin und mit Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenarbeiten kann.

Zu meinen Aufgaben gehört es aber auch, Mitarbeiter zu schulen, zu beraten und als Ansprechpartner – sowohl für Mitarbeiter, als auch für die entsprechenden Aufsichtsbehörden und Betroffene – zur Verfügung zu stehen. Daher spielt für mich die Sensibilisierung zum Thema Datenschutz eine zentrale Rolle. Wir können nur gemeinsam erfolgreich sein, um sowohl unsere Mitarbeiter, als auch unsere Kunden vor Datenschutzvorfällen, wie sie im vergangenen Sommer bei Cambridge-Analytics und Facebook aufgetreten sind, zu schützen. Denn am Ende geht es bei dem Datenschutz nicht um Daten, sondern um natürliche Personen, wie Sie und mich.

Wir verfolgen innerhalb eines interdisziplinären Teams das Ziel, die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen vor Gefahren zu schützen, wirtschaftliche Schäden zu vermeiden und Risiken zu minimieren.

Welche Herausforderungen sehen Sie für die Zukunft bei WAGO?

Zunächst einmal sehe ich in unseren größten Herausforderungen auch unsere größten Chancen. So können wir unternehmensweit einheitliche Regeln und Verfahren erstellen und dabei von dem One-Stop-Shop-Verfahren der DSGVO Gebrauch machen. Durch dieses Verfahren können alle notwendigen bürokratischen Schritte an einer einzigen Stelle durchgeführt werden, um einerseits unsere Geschäftsmodelle im Hinblick auf eine vernetzte Welt zu optimieren und andererseits das Vertrauen unserer Kunden in WAGO und unsere Produkte zu stärken.

Aber wir können unsere Chancen nur dann effektiv nutzen, wenn alle an einem Strang ziehen.

Ein erster Ansatz ist für mich das neugegründete „Data Protection and Information Security-Office“, kurz „DIS-Office“. Wir verfolgen innerhalb eines interdisziplinären Teams das Ziel, die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen vor Gefahren zu schützen, wirtschaftliche Schäden zu vermeiden und Risiken zu minimieren. Grundsätzlich gilt, dass Datenschutz von jedem gelebt werden muss. Dies fängt beispielsweise schon damit an, dass sich jeder Gedanken darüber machen sollte, ob seine Handlungen eventuell Auswirkungen auf den Datenschutz nehmen könnten. Wo lege ich welche Daten ab? Wer hat alles Zugriff auf diese Daten? Aber die wohl wichtigste Frage: Was sind eigentlich personenbezogene Daten? Diese Fragen gilt es zu beantworten. Ganz oft hilft hier schon das Bauchgefühl. Haben Sie ein schlechtes Gefühl bei Ihrer Handlung oder fühlen sich unsicher, dann hat Ihre Handlung höchstwahrscheinlich eine Auswirkung auf den Datenschutz und sollte überprüft werden.

Wie ich vorhin bereits sagte: Die Sensibilisierung zum Thema Datenschutz spielt eine zentrale Rolle und dies auch für die Zukunft. Daher denke ich, dass es eine der größten Herausforderungen sein wird, eine flächendeckende Sensibilisierung zum Thema Datenschutz zu erreichen und gleichzeitig die Furcht vor dem „Schreckgespenst“ Datenschutz und dem „Bürokratiemonster“ DSGVO zu nehmen.

In wieweit betrifft das Thema Datenschutz jeden von uns?

Sei es bei WAGO, bei der örtlichen Feuerwehr, im Sportverein, bei Ihrem Hausarzt oder bei größeren Messen und Veranstaltungen. Spätestens seit dem 25.05.2018 hat jeder schon unweigerlich etwas mit dem Datenschutz und der DSGVO zu tun gehabt.

Facebook, WhatsApp, WeChat und Co. – Überall fallen Daten an, die eine Identifikation der Endnutzer und somit einen Personenbezug ermöglichen. Wie ich zu Beginn schon sagte: Bei dem Datenschutz geht es nicht um Daten, sondern um den Menschen hinter den Daten.

Es bietet sich außerdem immer an, die Preisgabe persönlicher Informationen auf sozialen Netzwerken grundsätzlich zu überdenken oder einzuschränken. Achten Sie daher auch auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz der jeweiligen sozialen Netzwerke. Ich würde beispielsweise empfehlen, ein sicheres Passwort für sämtliche Online-Konten zu wählen und beispielsweise Online-Banking nur im heimischen Netzwerk zu betreiben.

Grundsätzlich gilt: Lassen Sie sich nicht verunsichern und vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Bei Fragen und Unsicherheiten können Sie den Datenschutz bei WAGO immer unter [email protected] erreichen.

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