Referenz

28. März 2019
In der Region aus der Region: innovative Naturwertstoffanlage

Kühe, Rinder, Schweine: Im Kreis Borken geht es ländlich zu. Und Tiere hinterlassen wichtige Nährstoffe. Genügend Fläche, um die Gülle als Nährstoffe auf dem Acker abzugeben, gibt es allerdings im Westmünsterland nicht. Aus Gülle können beispielsweise Stickstoff, Phosphor und Kalisalze zurück gewonnen werden – als Abfall viel zu schade. Was also tun? Doris Nienhaus, Geschäftsführerin der NDM Naturwerkstoffe GmbH in Velen, hatte im Jahr 2013 eine innovative Idee, wie es sie bisher weltweit noch nicht gab. Mit dabei: 90 Landwirte aus der Region Borken und die neue Reihenklemme TOPJOB® S mit Hebel von WAGO.

Intelligente Wertstoffgewinnung

Mehr als 250 km weit muss man im Kreis Borken fahren, um Überhanggülle fachgerecht zu entsorgen: Das ist die Strecke von Hannover nach Berlin. 1.000.000 m3; Überhanggülle fallen ungefähr an. Und die Transportkosten für die Entsorgung steigen weiter an. Das ist eine echte Herausforderung. Doris Nienhaus, Geschäftsführerin der NDM Naturwerkstoffe GmbH in Velen, hatte eine zündende Idee: „Wir gewinnen aus Gülle Wertstoffe, die recycelt werden, in Form von Methan und Stickstoff, der zurückgewonnen wird. Das wollen wir bei uns vor Ort machen, mit einer einzigartigen Naturwertstoffanlage.“ Insgesamt sind 90 Landwirte als Kommanditisten an der Anlage aus der Region Borken beteiligt. Entstanden ist die Idee Ende 2014. In einem mehrstufigen Prozess (mechanisch-biologisch-thermisch-chemisch) werden dabei marktfähige Produkte aus den Phosphor- und Stickstoffverbindungen in der Gülle gewonnen und dies ohne das umweltbelastende oder entsorgungspflichtige Stoffströme verbleiben. Als Nebeneffekt kann auch die im Prozess gewonnene Energie (Strom und Wärme) fast vollständig selbst genutzt werden, um so mindestens 90 % des Energiebedarfs der Gesamtanlage im Regelbetrieb decken zu können. Mit Fördermitteln werden umwelttechnologische Verfahren unter wissenschaftlicher Begleitung entwickelt und sollen am Standort unter realen Anlagenbedingungen im Betrieb erprobt werden. Das Konzept ist einmalig.

Gemeinsam stark für eine Idee

Aber aller Anfang ist schwer – vor dem Projektstart gab es auch andere Ideenansätze, die wieder verworfen wurden. Ein langer und steiniger Weg für Nienhaus. Die Anlage ist weltweit einzigartig und „ab April/Mai 2019 kann ich auch mehr dazu sagen, ob alles richtig funktioniert“, so Nienhaus. „In der Anlage werden ca. 1500 kW elektrisch pro Stunde gewonnen. Das entspricht ca. der Versorgung von 3000 Haushalten“ ergänzt Nienhaus. Alle beteiligten Firmen und Techniken kommen aus dem näheren Umkreis. Insbesondere für die beteiligten Landwirte war das sehr wichtig. Unter dem Motto „In der Region aus der Region oder aus der Region in der Region“ stehen sie gemeinsam für die innovative Idee ein. Hierfür wurden ca. 20 Arbeitsplätze geschaffen, die dem Projekt direkt angelagert sind. Als Partnerfirma fungiert das Unternehmen Horlemann, das seit Dezember 2017 Teil von Vinci Energies Deutschland und der Energieinfrastrukturmarke Omexom ist. Die Omexom mit Standort Uedem ist Dienstleister in der Energieversorgungsbrache von 33 kV bis zur Niederspannung.

Mit WAGO arbeiten wir schon seit längerer Zeit erfolgreich zusammen. Die neuen Reihenklemmen TOPJOB® S mit Hebel bieten für den Kunden eine sehr einfache und schnelle Anschlussmöglichkeit.

Michael Paeßens, Energietechnik Omexom Uedem

Die Anforderung: einfache und schnelle Anschlussmöglichkeit

Bereits in der Vergangenheit konnten die Firma Horlemann und Doris Nienhaus ihre Zusammenarbeit erfolgreich testen. „Ich hatte ein gutes Gefühl, diese schwierige Aufgabe mit der Firma Horlemann ans Netz zu bekommen“, so Nienhaus. Auch Michael Paeßens von der Energietechnik Omexom Uedem konnte schon in vorherigen Projekten mit Doris Nienhaus zusammenarbeiten. In Nordvelen bei der NDM ist Paeßens für die Herstellung der Energieversorgung verantwortlich. Und wie kam WAGO ins Spiel? „Mit WAGO arbeiten wir schon seit längerer Zeit erfolgreich zusammen. Die neuen Reihenklemmen TOPJOB® S mit Hebel bieten für den Kunden eine sehr einfache und schnelle Anschlussmöglichkeit“, erzählt Paeßens. Hergestellt werden sollte ein vorübergehender Anschluss, um vor der Inbetriebnahme der Gesamtanlage die Vorwärmung und andere Anlagenteile versorgen zu können, welche temporär aufgebaut werden. „Bei der neuen Reihenklemme wird kein Werkzeug mehr benötigt. Aufgrund der temporären und immer wieder neuen Anschlüsse entsteht so kein Verschleiß wie z. B. bei Schraubanschlüssen“, erklärt Paessens. Das wiederum führt zu einer höheren Langlebigkeit der Anschlussklemmen. Ein weiterer Vorteil ist die Beschriftung bei der neuen Reihenklemme, die eine Klarbeschriftung ermöglicht. Der Endanwender weiß somit sofort, wozu die Klemme verwendet werden soll. Probleme beim Anschluss gibt es keine mehr. „Mit der neuen Reihenklemme TOPJOB® S mit Hebel sparen wir uns große Erklärungen. Sie ist einfach und intuitiv zu bedienen und das in jeder Lage und ohne Werkzeug“, schlussfolgert Paeßens. Das kann Viktor Kamperdick-Voss bestätigen: Er ist Projektleiter bei der Energietechnik Omexom Uedem und dafür zuständig, ein Konzept zum Anschluss und Einspeisung der elektrischen Energie aufzubauen. Mit der Westnetz GmbH und der NDM Naturwerkstoffe GmbH hat er eine Möglichkeit geschaffen, die elektrische Energie ins Netz einzuspeisen. Für Kamperdick-Voss ist es besonders wichtig die Kundenanforderungen zu erfüllen, temporäre Anschlüsse zu gewährleisten: „Auch weniger geschultes Personal kann mit der neuen Reihenklemme TOPJOB® S mit Hebel werkzeuglos Montagen durchführen – und das sehr spontan und ohne zweite Hand“.

Kommunikative Anbindung an den Energieversorger

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anbindung der Anlage an das Datennetz des Energieversorgers. Einer, der sich damit bestens auskennt, ist Stefan Müller, Bereichsleiter für Fernwirktechnik, IoT und allgemeine Kommunikationslösungen im industriellen Umfeld in der Division Automation and IT bei Omexom. Gerade im Kommunikationsumfeld müssen Signale immer zuverlässig getestet werden. „Mit der neuen Reihenklemme können wir schnell und flexibel Umverdrahten und eine dynamische Testphase gewährleisten“, weiß Müller. Anschließend werden die Daten zu den Erzeugungsanlagen diversen Firmen bereitgestellt. Eine rundum gelungene Kommunikationsanbindung. Bereits Im April/Mai diesen Jahres kann Nienhaus voraussichtlich mehr über die zukünftige Entwicklung der modernen Anlage sagen. Auch wenn der Weg oft steinig war, hat er sich schon jetzt gelohnt: Die Region Borken präsentiert sich mit der NDM als erster Innovationsstandort zur Güllevollaufbereitung.

Mit der neuen Reihenklemme TOPJOB® S mit Hebel sparen wir uns große Erklärungen. Sie ist einfach und intuitiv zu bedienen und das in jeder Lage und ohne Werkzeug.

Michael Paeßens, Energietechnik Omexom Uedem

Nachhaltige Energiegewinnung - mit den Reihenklemmen TOPJOB® S mit Hebel

Kühe, Rinder, Schweine: Im Kreis Borken geht es ländlich zu. Und Tiere hinterlassen wichtige Nährstoffe. Genügend Fläche, um die Gülle als Nährstoffe auf dem Acker abzugeben, gibt es allerdings im Westmünsterland nicht. Aus Gülle können beispielsweise Stickstoff, Phosphor und Kalisalze zurück gewonnen werden – als Abfall viel zu schade. Was also tun? Doris Nienhaus, Geschäftsführerin der NDM Naturwerkstoffe GmbH in Velen, hatte im Jahr 2013 eine innovative Idee, wie es sie bisher weltweit noch nicht gab. Mit dabei: 90 Landwirte aus der Region Borken und die neue Reihenklemme TOPJOB® S mit Hebel von WAGO.

Immer die passende Handhabung

Leistung einfach pushen mit den Reihenklemmen TOPJOB® S

Das breite und flexible Produktprogramm an Reihenklemmen bietet in diversen Industrieanwendungen und in der modernen Gebäudeinstallation mehr als nur eine sichere elektrische Verbindung.

Reihenklemmen mit Hebel, Drücker, Betätigungsöffnung

WAGO Durchgangsreihenklemmen gibt es in drei verschiedenen Betätigungsvarianten: mit Hebel, Drücker oder Betätigungsöffnung – für jede Anwendung die passende Reihenklemme.

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WAGO Reihenklemmen TOPJOB® S:
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